(copy 1)
Wohlstandserkrankungen unserer Pferde
Wohlstandserkrankungen unserer Pferde Tun wir den Pferden heute wirklich einen Gefallenmit unserer Pferdefütterung? Ich denke, wir sollten uns mehr auf den Ursprung der Pferde konzentrieren, auf die natürliche Ernährung, das natürliche Futter der Urpferde, der Wildpferde. Und: wir sollten nicht mit aller Gewalt eine „pferdegerechte Haltung" durchführen, welche dann heißt: 24-Stunden-Weidehaltung auf fetten gedüngten Mastwiesen. Je nach Nährwert, je nach Vegetation und Futterzustand unseres Pferdes wäre 1 Stunde Weidegang auf diesen Turbowiesen ggf. gerade noch vertretbar. Die Wohlstandserkrankungen haben in den letzten 30 Jahren dermaßen zugenommen, dass mir Angst und Bange wird, wenn ich an die Zukunft denke! Vor 30 Jahren gab es vereinzelt Sommerekzeme beim importierten Islandpferd, es gab Arthrosen und Podotrochlosen durch Verschleiß bei Sportpferden, erhöhte Insulin- und Glucosewerte waren relativ unbekannt, EMS hatte bis vor wenigen Jahren nichtmals einen Namen, Lebererkrankungen traten auf aufgrund massiver Verwurmung oder Vergiftungen, Nierenerkrankungen waren weitgehend unbekannt bei Pferden. Hufrehe war eine Erkrankung, von welcher man schon einmal gehört hatte, Hufrehefälle waren jedoch vereinzelt und selten. Heute stehen alle diese Erkrankungen im absoluten Mittelpunkt. Sicher tragen verschiedene Faktoren hierzu bei; die Welt hat sich insgesamt verändert, die Industrialisierung in der Landwirtschaft, Fertigfuttermittel denaturiert, der Pferdefuttermarkt ist enorm gewachsen, auch die wissenschaftlichen Untersuchungen, die Aufklärungen, die Informationen, jedoch: sind diese nur annähernd belegt, belegt durch die Praxis? Eine Praxis über Jahrzehnte, über Jahre? Nein! Alles sind relativ neue „Erkenntnisse" und ob diese denn alle so uneingeschränkt richtig sind, das mag ich zumindest anhand der enorm steigenden Pferdeerkrankungen, welche bisher völlig Pferde untypisch waren, bezweifeln! Selbstverständlich ist die optimale Pferdehaltung eine Offenstallhaltung; keine Frage; rund um die Uhr freie Bewegung auf weitläufigen kargen Flächen. Doch: Sieht die Praxis nicht ganz anders aus? Die Weiden sind weder karg, noch die Flächen weiträumig; oftmals werden die „fetten" Weidestücke noch extra abgesteckt, damit die Pferde sich den „Bauch richtig voll schlagen" können. Ist das noch pferdegerecht? Ich bin fest davon überzeugt, wenn jeder Pferdehalter - wie es der alte Stallmeister bereits aus Überzeugung praktizierte - mit dem Auge füttern würde, würden Wohlstandserkrankungen der Vergangenheit angehören. Selbstverständlich kommt es vor, dass unsere Pferde zu dick werden; anstatt sie jedoch weiter zu mästen, sollten wir das Futter reduzieren, für mehr Bewegung sorgen; damit bald wieder eine Normalfigur erreicht wird. Ein paar KG Übergewicht? Keine Sorge, dieses führt weder zu EMS noch zur Hufrehe oder zu lebensbedrohlichen Lebererkrankungen. Wohlstandserkrankungen entstehen über einen längeren Zeitraum; nämlich dann, wenn wir lange Zeit „nicht hinschauen". Es kommt vor, dass ich heutzutage wirklich die Empfehlung geben muss: keine Weidehaltung; kein Gras. Natürlich, dies ist eine erste Empfehlung an Pferdehalter mit einem Pferd, welches an akuter Hufrehe erkrankt ist. Nein, davon spreche ich nicht. Es kommt heute vor, da beispielsweise Lebererkrankungen vorliegen, welche einen lebensbedrohlichen Zustand erreicht haben; es kommt vor, dass die Muskulatur von Pferden so übersäuert ist, dass hier erst einmal Weideverbot zu empfehlen ist. Es kommt vor, dass die Pferde dermaßen verfettet sind, dass jede Stunde Weide eine lebensbedrohliche Entgleisung des Stoffwechsels auslösen könnte.. Dies alles gab es bis vor wenigen Jahren so gut wie nicht! Oft komme ich mir vor, wie ein Tierquäler, da Pferdemenschen dies überhaupt nicht einsehen können oder wollen. Das ist sehr traurig, da die Therapie der Erkrankung scheitern muss, wenn die Grundursache nicht behoben wird, nämlich eine fehlerhafte zu mastige Fütterung. Oft erlebe ich auch, dass mir die Pferdebesitzerin erzählt: „Mein Pferd steht doch nur stundenweise auf einer total abgefressenen Weide.." Sehe ich die Weide und das Pferd, so kann ich kaum nachvollziehen, wie zu der Ansicht gelangt wird, diese Weide wäre abgefressen; dieses Pferd könne länger auf dieser Weide verbleiben! Einstellbetriebe: Misslich ist, dass in den meisten Ställen keine echten Alternativen bereitgestellt werden. Es gibt keine Alternativausläufe; keine Möglichkeit, dem Pferd oder Pony freie Bewegung zu verschaffen ohne Gras, ohne Weidehaltung. Ich meine, hier besteht ein wirklich ganz großer Bedarf, dieses zu ändern: Ein heutzutage zeitgemäßer Stall muss Möglichkeiten bieten, Pferden und Ponys auf kargen weitläufigen Flächen bzw. auf Alternativflächen mit Sand oder einem anderen Bodenbelag den nötigen Auslauf zu verschaffen. Ebenso muss ein Angebot geschaffen werden zur Offenstallhaltung, Box mit angeschlossenem Paddock oder Großraumbox. Mir ist bewusst, dass es zur Realisierung oft an den Mitteln und an der Fläche fehlt. Aber auch hier sind in erster Linie die Pferdebesitzer gefragt: Nicht der Preis, sondern die Qualität des Einstellbetriebes muss entscheidend sein. Eine pferdegerechte Haltung ist sehr teuer und ständig teuer; dies ist nun mal Fakt! Wer nicht bereit ist, einen entsprechenden Preis für eine wirklich optimale pferdegerechte Haltung zu bezahlen, der kann diese auch nicht vom Einstellbetrieb erwarten. Therapie und Prognose: Die Ausheilung aller Wohlstandserkrankungen hat letztlich eine sehr gute Prognose; wenn Haltung und Fütterung optimiert werden, langfristig und dauernd optimiert werden. Zusätzlich setzen wir homöopathische Mittel und/oder Nosoden ein sowie grundsätzlich Kräuter und Pflanzen. Am Ende vieler ehemals „aussichtslosen Erkrankungen" steht ein Happy-End! Dieses erfordert jedoch Mut zur Veränderung, Vertrauen und das Bestreben, auch manchmal unbequeme Wege zu gehen. Eine Therapie benötigt manchmal Veränderungen im Umfeld, manchmal erfährt der Pferdehalter durch mich keine Bestätigung seiner Theorien und ich sage nicht das, was er eigentlich hören möchte. Dies erfordert manchmal viel Überzeugungskraft, in der Regel wird meine Empfehlung dann auch angenommen, weil das Verstandenwerden funktioniert hat. Leider gibt es aber auch Ausnahmen, es werden Erwartungen an mich gestellt, welche ich nicht erfüllen kann; nämlich: eine erfolgreiche Therapie ohne Veränderungen des Umfelds oder/und der Fütterung. Dies führt dann letztlich auf beiden Seiten zu Ärger, was dann darin gipfelt, dass mir Vorwürfe gemacht werden, man hätte sich von - so jüngst geschehen - der Biofeld-Haaranalyse doch mehr erwartet, als einen Therapievorschlag, eine Futtermittelempfehlung und eine Empfehlung zur weiteren Haltung. Es ging um einen Stallplan, der mir mitgeschickt wurde und der letztlich von mir „begutachtet" werden sollte, da der Stall nach den Vorstellungen der Pferdebesitzerin so umfunktioniert wurde. Sie erwartete schlicht und einfach eine Bestätigung von mir, dass dieser Stall mit Türen und neu eingebauten Fenstern so o. k. für ihr Pferd mit COB ist; da keine andere Haltungsform geboten werden kann. Nachdem ich diese Bestätigung nicht gab und auf diesen „Stallplan" nicht weiter einging; da ich zur Beurteilung dessen auch weitere Informationen benötigt hätte, z. B. freistehend oder eng bebaut wegen den Windverhältnissen, welche Lage, was Wind usw. betrifft, und ich einfach individuell hierzu telefonisch oder vor Ort hätte Stellung beziehen müssen: bei starkem Wind hätte hier Zugluft geherrscht, bei „normalen" Windverhältnissen nicht; was jedoch ganz erheblich auch von der Bebauung rund herum mit anderen Gebäuden abhängig gewesen wäre, machte sie mir den Vorwurf, ich würde die Haaranalysen nicht speziell erstellen, sondern hätte ein gewisses „Schema", was ich anwenden würde. Solcherlei Dinge sind ärgerlich für beide Seiten: natürlich gibt es bei gewissen Erkrankungen gewisse Faktoren, welche letztlich immer miteinbezogen werden müssen, was heißt, bei Atemwegserkrankungen viel Licht, Luft und Bewegung. Ähnlich gibt es gewisse „Schemen" für verschiedene Erkrankungen; bei Wohlstandserkrankungen ist das beispielsweise Diät und Bewegung. Individuelle Therapieaspekte sowie auch Fütterungs- und Haltungsaspekte werden jedoch von mir selbstverständlich berücksichtigt. Was im Umkehrschluss jedoch eben nicht heißt, dass ich alles, was der Pferdehalter denn gerne hören möchte, auch so empfehle. Dieser Fall hat mich sehr geärgert, weil durch die negative Stimmung der Pferdebesitzern aufgrund der Stallsituation meine Therapie- und Futtermittelempfehlung gleich „ad acta" gelegt wurde und erst gar nicht versucht wurde, diese teilweise oder insgesamt umzusetzen, so sehe ich meine Arbeit dann als völlig überflüssig an, was letztlich überhaupt nicht mein Bestreben ist. Selbstverständlich arbeite ich bei der fütterungsmäßigen Therapie bzw. bei der Unterstützung der Therapie durch die Fütterung auch mit den von mir entwickelten Ergänzungsfuttermitteln, was Sinn macht, da sich diese in der Praxis bewährt haben. Auch dies wurde mir vorgeworfen. Diese „Episode" soll verdeutlichen, dass eine Kommunikationsfähigkeit beim Pferdebesitzer zur Therapie bestehen muss; hat dieser dermaßen festgefahrene Ansichten, dass ich nicht überzeugen bzw. zum Nachdenken anregen kann, so kann eine Therapie - gleichgültig, um welche Erkrankung es sich handelt - nicht greifen. Für die sogenannten Wohlstandserkrankungen gilt dies in ganz besonderer Weise, da meist massive Einschränkungen und Änderungen erfolgen müssen, um eine Chance zu realisieren, dem Pferd oder Pony überhaupt helfen zu können. Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, www.tierheilkundezentrum.de, tierheilpraxis1.at.t-online.de, Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Mobil: 0173/51 57 633 |
überständige Weide Magerweide
|
Mein Lieblingspony Josi ist zu dick.
Ich mache mir Sorgen, aber Josi benimmt sich ganz normal.
Der Besitzer hat sie schon untersuchen lassen, es ist alles okey mit ihr.
Josi ist jetzt knapp 4 Jahre alt und hat so ziemlich immer ein rundes Bäuchlein gehabt, war auch schon als Fohlen ziemlich füllig.


Mein Lieblingspony Josi ist zu dick.
Ich mache mir Sorgen, aber Josi benimmt sich ganz normal.
Der Besitzer hat sie schon untersuchen lassen, es ist alles okey mit ihr.
Josi ist jetzt knapp 4 Jahre alt und hat so ziemlich immer ein rundes Bäuchlein gehabt, war auch schon als Fohlen ziemlich füllig.