Die Hufrehe (Pododermatitis diffusa aseptica oder aus dem Englischen Laminitis) ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der die Pododermatitis diffusa aseptica, welche die Veränderungen am Huf beschreibt, nur ein Teilaspekt ist.
Als Ursachen für die Entzündung der Huflederhaut werden einerseits innere, Stoffwechselerkrankungen und Vergiftungen, angesehen, andererseits äußere, wie Überbeanspruchung, Überlastung, nicht fachgerechte Hufkorrektur oder fehlerhafter Beschlag.
Bei einem akuten Hufrehe Schub kommt es zu Allgemeinstörungen und sehr schmerzhaften Veränderungen im Bereich der betroffenen Hufabschnitte. Symptomatisch sind weiterhin hoher Blutdruck, Gerinnungsstörungen, Fieber, Herz- und Kreislaufstörungen. Im Vordergrund steht eine Durchblutungsstörung der Huflederhaut, welche sich aus zwei verschiedenen Mechanismen zusammensetzt: Zum einen besteht eine Gerinnungsstörung und eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes. Zum anderen besteht eine Schädigung der Gefäße selbst. Eine Trennung ist nicht möglich, da sich beide Mechanismen gegenseitig bedingen. Unklar ist, ob die Allgemeinstörungen durch die Hufrehe Erkrankung entstehen oder erst zu den Veränderungen am Huf, also der Hufrehe, führen. Der hohe Blutdruck beispielsweise wird mitverantwortlich gemacht für das Geschehen im Huf, da längerfristig erhöhter Blutdruck die Wände der kleinen Gefäße vorschädigt und so der Hufrehe Erkrankung „Tür und Tor“ öffnet, könnte jedoch auch erst durch die Schmerzen bedingt während der Erkrankung entstehen. Eine Blutgerinnungsstörung führt sicher mit zur Erkrankung und ist vor den makroskopisch sichtbaren Veränderungen vorhanden, da bewiesen ist, dass Heparin als blutgerinnungshemmendes Mittel die Entstehung der Hufrehe verhindern kann. Im Blut eines an Hufrehe erkrankten Pferdes wird ein Absinken von Thrombozyten (Gerinnungszellen) wenige Stunden nach Ausbruch der Erkrankung festgestellt werden. Blutgerinnungsstörungen werden von einigen Geschlechtshormonen, Stresshormonen und Korticoiden hervorgerufen sowie auch weiter verschlimmert.
Kortison ist also zur Therapie der Hufrehe absolut kontra indiziert!
Die Literatur beschreibt eine Minderdurchblutung im Kapillarbett, eine Ischämie. Im scheinbaren Widerspruch hierzu steht die deutlich vermehrte Blutfülle in den Hauptgefäßen der Zehe. Die Aktivierung von Shunts (Querverbindungen zwischen Arteriolen und Venolen, die das Blut am Kapillarbett vorbei umleiten) erklärt diesen Widerspruch. Nicht eindeutig nachgewiesen ist, ob Shunts von Endotoxinen oder körpereigenen Hormonen aktiviert werden, wenn das Kapillarbett geschädigt ist. Diskutiert wird auch erst das Abklemmen der Venolen, wodurch das Kapillarbett einmal voll Blut laufen würde, bevor dann nichts mehr geht (Hämorrhagie). Die Durchblutung im Kapillarbett kommt jedenfalls zum Erliegen. Mehr oder weniger Blutflüssigkeit tritt ins Gewebe aus und es entsteht ein Ödem. Zum Teil verlassen auch feste Blutzellen das Gefäßbett und es entsteht eine Blutung. Es entsteht ein sehr starker Druck im Huf. Die austretende Flüssigkeit erzeugt im Huf, der ja durch die feste Hornkapsel nicht dehnbar ist, einen massiven Druckschmerz. Dieser Druck verengt die kleinen Gefäße, in denen die Durchblutung nicht mehr funktioniert, weiter. Erliegt die Durchblutung eines Bereichs vollständig, stirbt das Gewebe ab, es entsteht eine Nekrose. Dieses sich immer mehr verselbständigende Herdgeschehen ist im weiteren Verlauf verantwortlich für Hufbeinsenkung, Hufbeindrehung und im schlimmsten Falle für das Ausschuhen (Verlust durch vollständige Lösung/Zusammenhangstrennung der Hornkapsel). Bei der Belastungsrehe sieht man als chronische Spätschäden häufig nur die Hufbeinsenkung ohne Drehung. Die Belastungsrehe stellt auch in soweit zu den anderen Hufrehe Formen eine Ausnahme dar, da die Ursachen der Belastungsrehe eindeutig sind: übermäßige Belastung (Überlastung der Pferde auf hartem Boden, nach längerem Stehen z. B. während Auto, Flug- oder Schiffstransporten, länger andauernde Mehrbelastung einer Gliedmaße infolge Schonung der Nachbargliedmaße usw.). Die Geburtsrehe entsteht kurz nach dem Abfohlen infolge einer Nachgeburtsverhaltung oder einer intrauterinen Infektion.
Die Hufrehe Erkrankung kann weiterhin ausgelöst werden durch Infektionen, im Gefolge von Influenzainfektionen und anderen Atemwegsproblemen (diese finden sich manchmal in der Vorgeschichte ca. 14 Tage vor Ausbruch der Hufrehe), von Gastroenteritiden (Koliken, Durchfallerkrankungen, Darmentzündungen, wie beispielsweise die Kolitis, die als Folge schwerer Koliken und Schlundverstopfungen auftreten kann und für sich schon eine lebensgefährliche Erkrankung darstellt) und nach Impfungen. Hormonelle Imbalancen und Stress stehen ebenfalls als Auslöser zur Diskussion. In der Literatur ebenfalls beschrieben wird, dass Hufrehe ausgelöst werden können soll nach Aufnahme größerer Mengen kalten Wassers.
Bewiesen ist, dass die Therapie mit Glucocorticoiden zu den Auslösern zählt.
Die Fütterungsrehe wird ausgelöst durch Aufnahme einer für das betreffende Pferd zu großen Menge von Getreide – auch Müsli besteht aus Getreide - (da stellt sich die Frage, wie viel Getreide benötigt das jeweilige Pferd und keine Fütterungstabelle kennt die Antwort!). Die Bakterienflora verändert sich im Zäkum, es kommt zur Zunahme der milchsäurebildenden Bakterien, die Darmsymbiose (Lebensgemeinschaft der Bakterien) wird gestört und es kommt zur Dysbiose: Durch Zunahme der Milchsäure und Abfall des PH-Wertes werden Endotoxine freigesetzt. Bei der toxischen Rehe sind exogene Toxine (Giftstoffe), wie z. B. der Genuss von falscher Akazie, Eicheln, Wicke und Herbizide verantwortlich oder auch endogene Toxine, welche vom Organismus selbst gebildet werden. Das krankmachende Prinzip ist bei allen Stoffwechselveränderungen und Vergiftungen im weitesten Sinne dasselbe: Die Darmsymbiose wird gestört, die Darmwand wird durchlässiger, Milchsäure und Toxine wandern in die Blutbahn und führen zur inneren Vergiftung, der Endotoxämie, und lösen so die Hufrehe aus (mit Ausnahme der Belastungsrehe).
Auf die meisten der mir mit Hufrehe vorgestellten Pferde und Ponys trafen die oben ausgeführten Entstehungsgründe der Hufrehe nicht zu. Die Hufrehe kam sozusagen „aus heiterem Himmel“: Die Ponys hatten weder die Hafertonne geplündert, wurden nicht kürzlich geimpft, litten an keiner Influenza oder anderen Atemwegsinfektion in der Vorgeschichte, hatten nicht kürzlich Kortikoide erhalten und es waren auch keine anderen erkennbaren Gründe als Ursache bekannt.
Obwohl die Ätiologie bis heute ungeklärt ist, die genauen Ursachen für das Entstehen der Hufrehe also weitgehend unklar, scheint es meiner Erfahrung nach den Gesetzen der Ganzheitlichkeit eine wirksame Prophylaxe selbst bei zur Hufrehe disponierten Ponys und Pferden zu geben.
Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde (Stationäre Aufnahme von Pferden mit Hufrehe sowie gesunde Kräutermischungen speziell bei Hufrehe und Hufproblemen), THP C. Nehls, Bad Driburg, www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1.at.t-online.de, Fax: 05648/963334, Tel.: 05648/963335
Hufrehe
Massiv ansteigend: Die Hufrehe-Erkrankung!




Massiv ansteigend:
Die Hufrehe-Erkrankung!
Täglich erreichen mich eine Vielzahl Anrufe von Pferdehaltern, deren Pferde an einem akuten Hufrehe-Schub erkrankt sind.
Ich möchte in diesem ersten Teil über Hufrehe einige meiner Erfahrungswerte zusammenfassen:
Das Bild hat sich in letzter Zeit stark verschoben: früher waren besonders gefährliche Zeiten Frühjahr und Herbst, Frühjahr bezüglich des Weideauftriebs, Herbst bezüglich einer nochmals ansteigenden Vegetation, da das Gras durch Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung wieder gehaltvoller, als im trockenen Sommer, wurde. Heute kann ich keine Unterschiede mehr feststellen, mich erreichen ebenso viele verzweifelte Anrufe im Frühjahr, wie im Sommer, Herbst und auch im Winter. Diese kritischen Zeiten scheinen sich mittlerweile auf das gesamte Jahr verlagert zu haben.
Es erkranken nicht mehr überwiegend zu dicke Ponys, welche auf fetter Weide gehalten werden bzw. die Hafertonne geplündert haben. Es erkranken ebenso viele Pferde in normalem Futterzustand, wie in zu gutem Futterzustand oder auch nicht selten magere, zu dünne Tiere.
Es gibt ebenso wenig bestimmte Rassen und Altersgruppen, die meine Patienten ausmachen. Es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen, bis auf Fohlen und Pferde bis zum 3. Lebensjahr. Pferde und Ponys, welche vor dem 3. Lebensjahr erkranken, stellen eine absolute Ausnahme dar; ab dem dritten Lebensjahr ist jedoch jede Altersstufe in gleichen Anteilen ebenso wie jede Rasse vertreten. Aus meiner Erfahrung kann ich nicht mehr sagen, dass es besonders viele Extensivrassen, wie Haflinger, Tinker, Isländer, Norweger und Shettys sind, es sind ebenso viele Voll- und Warmblüter und einige Kaltblüter betroffen. Einige Kaltblüter vor dem Hintergrund, dass es insgesamt weniger Kalt- als Voll- und Warmblüter sowie extensive Pony- und Kleinpferderassen gibt.
Interessant ist auch, dass sehr viele Pferde erkranken, welche überhaupt keinen Weidegang genießen sowie auch keinerlei Gras zu fressen bekommen. Besonders interessant zudem, auch Pferde, die ausschließlich mit Heu und Stroh gefüttert werden ohne jegliche Kraftfutterzugabe bzw. Mineralfutterzugabe erkranken. Es erkranken jedoch auch Pferde, die 24-Stunden Weidegang haben, stundenweise auf der Weide stehen, ebenso wie Pferde, die 24-Stunden Stallhaltung bzw. nächtliche Stallhaltung und tagsüber Paddockhaltung erleben.
Fakt ist, es erkranken Pferde aller Rassen und Altersgruppen bei unterschiedlichster Fütterung und Haltung. Über die Fütterung lässt sich keine grundsätzliche Ursache für eine Hufrehe-Erkrankung bzw. einen akuten Hufrehe-Schub ausmachen, bedenkt man, dass sämtliche Fütterungs- und Haltungsformen vertreten sind und die Anteile der verschiedenen Gruppen relativ gleich hoch sind.
Zu meinen Patienten zählen weder besonders viele Pferde, die barfuss gehen, noch besonders viele, die beschlagen sind, diese halten sich ungefähr die Waage.
Auffallend ist jedoch, dass im Vorfeld der Erkrankung oft eine Hufkorrektur stattfand. Hieraus könnte man den Schluss ziehen, dass eine lokale Bearbeitung in Bezug auf eine Hufrehe-Erkrankung eine größere Rolle spielt. Jedoch kann man die Bedeutung nicht vorzugsweise in mangelnder Hufbearbeitung und Korrektur ansiedeln, sondern in zu massiver, d. h. in einem zu großen Eingriff in die natürlichen Hufmechanismen. Obwohl mangelnde Hufpflege ebenso gut ein ausschlaggebender Grund sein kann.
Interessant ist auch, dass sämtliche Hufrehe Arten, gleich, ob es sich um eine Belastungsrehe, Futterrehe, Geburtsrehe, Vergiftungsrehe oder eine in sich verschiebende Reheart handelt, im Grunde gleich therapiert werden. Es gibt zwar Schwerpunkte, die man ggf. setzen kann bei der Therapie der unterschiedlichen Rehearten, im Grunde verlaufen alle erfolgreichen Therapiekonzepte jedoch fast identisch.
Welche Schlüsse könnte man aus oben Gesagtem ziehen?
Weder Fruktane und andere Zuckerarten, noch ein Stärke-, Protein-, Energie- oder anderer Nährstoffüberschuss, noch Mangelerscheinungen können eine allein ausschlaggebende Ursache haben, vorausgesetzt, es werden keine überdimensionalen Massen zugeführt. Dies bestätigt grundsätzlich auch, dass einige Pferde bei gleicher Fütterung, Haltung und Bewegung erkranken, andere nicht, obwohl gleicher Rasse, gleichen Alters und ähnlichen Futterzustandes.
Die Gründe, warum ein Pferd erkrankt, bleiben - zumindest oberflächlich gesehen - im Verborgenem..
Etwas tiefgründig spekuliert könnte es jedoch so sein:
Die Hufrehe-Erkrankung entsteht in aller Regel durch Toxine, die durch eine durchlässige Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen und somit den Organismus mit Giftstoffen überschwemmen. Toxine wiederum bilden sich bei Pferden durch zu viel Protein, zu viel Stärke, verschiedene Zuckerarten in hoher Konzentration (Fruktane beispielsweise), aber auch durch Aufnahme von Giftpflanzen, Pestiziden und äußerlich zugeführten Toxinen, wozu beispielsweise auch Medikamente in Überdosierung und Giftpflanzen gehören können.
Sind grundsätzliche Faktoren der Fütterung ggf. eher der immer höhere Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft? Ist unsere Umweltbelastung, welche stetig steigt, ein grundsätzlicher Faktor?
Sind immer häufiger verwendete unnatürliche Füll- und Konservierungsstoffe, Beimengungen der für Pferde nicht in ihrem natürlichen Lebensraum vorkommenden Nährstoffe ein Faktor? Ist an der ganzen Entwicklung nicht zum großen Teil der Verbraucher, der Pferdehalter mit Schuld, weil alles immer günstiger, immer billiger werden soll? Wenn niemand mehr bereit ist, für Qualität auch einen entsprechenden Preis zu zahlen, wenn Landwirte gezwungen werden, nach Masse und nicht Klasse zu produzieren, sich Produkte nur noch über den Preis verkaufen, welche Qualität können wir dann erwarten? Sind wir nicht alle schuld an dieser Entwicklung, die natürlich bei den Pferden nicht halt macht, bei unseren eigenen Lebensmitteln sieht es nicht anders aus.
Vielleicht sollte auch hier ein Umdenken, ein anderes Bewusstsein stattfinden? Natürlich müssen wir alle rechnen, doch Priorität hat sicher, was wir wofür ausgeben; manchmal sollten wir vielleicht lieber etwas weniger kaufen, dafür aber auf die Qualität achten.. Warum gibt es heute so viele „Fleischskandale"? Liegt es nicht zuletzt an der Preispolitik? Wer zahlt schon freiwillig mehr für Qualität, wenn es ein minderwertiges Produkt günstiger gibt? Welche Pflanze, welches Getreide, welches „Nutztier" kann heute noch natürlich heranwachsen? Es wird gespritzt, gedüngt und gemästet, alles muss schnell gehen und schnell geht`s naturgemäß nur mit „künstlicher" Unterstützung; die Natur kennt unsere Preispolitik nicht!
Wäre eine Minderung der Hufrehe-Fälle ggf. durch ein „Zurück zur Natur", die konsequente Meidung des Einsatzes von Pestiziden, Düngemitteln und sonstige Eingriffe in die Natur möglich?
Lässt man die letzten 30 Jahre Revue passieren, so könnte man meinen, dass die Ursache nicht zuletzt hier zu finden ist, zumindest ein Mitverursacher.
Auch nehmen allergische Erkrankungen immer mehr zu, deren Zunahme ebenfalls hier zu finden sein könnte.
Können diese Toxinansammlungen (wodurch sie auch immer entstanden sind) nun nicht ausgeschieden werden, beispielsweise über den Kot (Durchfall, Kotwasser), über die Haut (Sommerekzem, allergische Hauterkrankungen, Photosensibilität u. a.) oder über die Schleimhäute (Husten, Bronchitis, Augenentzündungen, Nasenkatarrh u. a.), wird die Darmschleimhaut immer durchlässiger und die Toxine gelangen in die Blutbahn und führen letztlich über einen kurzen (Toxinüberflutung in kurzer Zeitabfolge) bzw. über einen längeren (vorerst im Verborgenen stattfindenden Zeitraum) zur Hufrehe. Je nach Ausmaß dieser Toxinüberflutung des Organismus/Blutes zu leichter bis massiver Hufrehe. Gefördert scheint diese Entwicklung durch eine nicht korrekte Hufbearbeitung, meist zu viel Abtragung von Horn, ebenso gut jedoch durch zu heißes Brennen oder Vernagelungen und durch zu wenig Bewegung (= Anregung der Durchblutung und des Stoffwechsels) zu werden. Eine Belastungsrehe wiederum scheint zwar in erster Linie durch beispielsweise einseitige starke Belastung, da auf dem anderen Bein Schmerzen/eine Lahmheit vorliegt, zu entstehen. Fakt ist jedoch, dass eine zu „gute" Fütterung ebenfalls ein mitauslösender Faktor ist. Ein Pferd erkrankt eher an Belastungsrehe, wenn der Futtertrog zu gut gefüllt ist, als bei knapper Ernährung und keinen Überschüssen.
Bei der Vergiftungs- und Geburtsrehe liegen die Ursachen in der direkten Toxinbelastung bzw. Aufnahme, fügen sich demnach in das o. g. Gesamtbild ein.
Die Überlegung, warum Pferde und Ponys nur bei Heufütterung ebenfalls immer wieder erkranken, könnte in einer stetigen Aufnahme von Toxinen durch eben dieses in zwar geringer, jedoch irgendwann „Fass überlaufender" Menge liegen.
Insgesamt kann eine Ursache bzw. ein mitauslösender Faktor auch in einem gestörten Mineralstoffhaushalt liegen, da der Darmraum zur Aufrechterhaltung der Symbiose und eines im Gleichgewicht liegenden Säure-Basen-Haushalts Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in gut verfügbarer Form, jedoch auch nicht im Überfluss, benötigt.
Letztlich wissen wir durch einige - meiner Meinung nach völlig unsinnige - Versuchsreihen bei Ponys und Pferden zwar einige Auslöser, jedoch werden wir wissenschaftlich einem Grund, der immer und bei jedem Pferd in gleicher Form ursächlich vorliegt - nicht auf die Spur kommen. So gab es zwar eine gewisse Menge Stärke, die bei jedem Pferd/Pony eine Hufrehe auslöst, jedoch wird diese Menge im „wahren Leben" wohl nur in Ausnahmefällen aufgenommen. Das Gleiche gilt für Fruktane, Proteine und anderes.
Bei der überwiegenden Anzahl der Hufrehe-Erkrankungen kommen mehrere auslösende Faktoren zusammen. So ist eine Disposition durch verschiedene Störungen bereits im Vorfeld gegeben, diese bleibt jedoch unentdeckt, bis der Auslöser kommt, und mag es ein noch so geringer sein, der sprichwörtlich „das Fass zum Überlaufen" bringt! Selten gibt es das auslösende Moment, sprich die Ursächlichkeit, die innerhalb von wenigen Sekunden, Minuten oder Stunden auftritt, dies sind beispielsweise Giftpflanzen oder aufgenommene Giftstoffe in hoher Konzentration im Futter, können jedoch auch Medikamente (so ist Cortison als Auslöser bekannt) darstellen, sowie die sprichwörtlich geplünderte Hafertonne.
Eine Rolle scheinen auch Allergien zu spielen. Zu meinen Patienten gehören auffallend viele Pferde, die weiterhin an einer allergischen chronischen Atemwegserkrankung oder auch am Sommerekzem erkrankt sind, und dies im Vorfeld, meist seit etlichen Jahren. Sieht man in diesem Zusammenhang das oben Ausgeführte, könnte es sich auch so verhalten, dass eine Ausscheidung von Toxinen mit zunehmender Zeitabfolge nicht mehr über Haut und Schleimhäute gelingt und aus diesem Zusammenhang heraus dann eine Hufrehe entsteht. Die Krankheitsbilder Hufrehe in Verbindung mit chronischem Kotwasser/Durchfall sieht man im Gegensatz dazu so gut wie nie, jedenfalls ist mir kein Fall in Erinnerung. Hier wiederum könnte man den Schluss ziehen, dass die Entgiftung über den Kot infolge auftretenden Durchfalls/Kotwassers die Effektivste ist und somit keine Folgeerkrankungen wie Hufrehe auftreten. Im Gegenzug bedingt ein chronischer Durchfall leider auch wiederum arge Verluste des Mineralstoff-, Spurenelements- und Vitaminhaushalts sowie natürlich der Elektrolyte. Ggf. kann aber durch die vermehrte Zuführung dieser ein Mangel in gewissem Rahmen vermieden werden; was von Fall zu Fall variieren wird.
Bei allen Anhaltspunkten, die wir über die Hufrehe-Erkrankung haben, spielt die individuelle Konstitution eine große Rolle. So wird bei guter Konstitution eine Menge mehr toleriert, als bei mangelhaftem Gesundheitszustand, wie zum Beispiel Vorschädigungen des Darmtraktes, welche unbemerkt bleiben und sich nicht infolge von Kotwasser/Durchfall bemerkbar machen.
In der nächsten Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem zweiten Teil über die Hufrehe Erkrankung und im Zuge dessen mit prophylaktischen Maßnahmen sowie Therapiemöglichkeiten.
Jetzt folgt aber erst einmal das Beispiel aus der Praxis:
Dr. Michaela Kriessmayr, E-Mail: aon.912782572.at.aon.at
schrieb aus Österreich:
Hufrehe hatte ich schon gehört und war für mich eine schreckliche Erkrankung, die meine Pferde und mich natürlich nie betreffen wird. Die Erkrankung traf uns leider mit voller Wucht! Wie begann es dann:
Im Januar 2005 war ich mit meiner Lieblingsstute Dyara im Schnee ausreiten und sie zerrte sich die rechte Schulter. Bis April Schonung und langsames Schritt reiten. Im April plötzlich Lahmheit linke Vorderhand. Der TA meinte, es wäre eine Hufprellung, und Wochen mit Sauerkrautwickel folgten. Es kam zu einer kurzen Besserung des Gangbildes. Dann war sie plötzlich wieder rechts lahm, und einige Tage später ging sie wie auf rohen Eiern. Mein Freund meinte, sieht aus wie Hufrehe!
Mein TA meinte, kann nicht sein, woher denn?
Ich glaubte natürlich dem TA, denn Hufrehe wollte ich nicht wahrhaben.
Sie bekam einen Beschlag mit Sohle. Nach einer Woche stand sie nicht mehr auf und ich holte einen anderen TA. Die Diagnose schmetterte mich nieder: Hufrehe!!!
Sie wurde eingegipst, bekam Heparin und Butazolidin. Sie ging zwar kurze Zeit besser, dann wieder schlechter, und auch der Röntgenbefund verschlechterte sich!! Der TA gab sie mehr oder weniger auf! Mein Freund war viel im Internet und suchte und suchte nach Hilfe und fand Frau Nehls und die Berichte. Da ich selbst Schulmediziner bin, war ich skeptisch! Wie kann Homöopathie helfen, wenn die Schulmedizin versagt? Aber ich wollte nichts unversucht lassen, um meiner Zuckerschnute zu helfen, denn ihre Schmerzen und die Traurigkeit, nicht mit den anderen auf die Koppel zu dürfen, war für mich fast nicht zu ertragen. Ich schrieb einen verzweifelten Hilferuf an Frau Nehls und bekam sofort von ihr Antwort! Sie machte mir Mut und bat um Haare vom Pferd, um sie zu analysieren und eine Therapie für Dyara zusammenstellen zu können. Zwischenzeitlich begannen wir mit der Biologischen Hufkur von Frau Nehls und den empfohlenen Ergänzungsfuttermitteln von ihr, der getrockneten Mischung Rehe-Ex und Lauf-Fit und wir stellten die Fütterung nach den Empfehlungen von Frau Nehls um. Als die Haaranalyse fertig war, bekam Dyara auch die speziell auf sie abgestimmten homöopathischen Tropfen. Innerhalb von 10 Tagen hatte Dyara wieder einen flotten Schritt und nach einigen Wochen konnte ich sie reiten. Leider hat sie dann der Schmied derart radikal bearbeitet, dass sie wieder einen fürchterlichen Reheschub bekam. Ich war verzweifelt und ratlos und fast beim Aufgeben, da ich sie nicht mehr leiden sehen konnte. Wieder machte mir Frau Nehls Mut!! Nach unseren Schilderungen riet sie uns, Dyara die Eisen wieder abnehmen zu lassen. Wir packten Dyara in Watte-Windelverbände. Sie bekam wieder die homöopathischen Tropfen und sie erholte sich in den nächsten zwei Wochen.
Da inzwischen auch meine 4-jährige Stute rechts zu lahmen begann und wir Cyra ebenfalls auf Hufrehe behandeln mussten, und wir beobachten konnten, dass beide Pferde nach dem Ausschneiden sich massiv verschlechterten und sich für 2-4 Wochen kaum erholten, wechselten wir, auch auf Anraten von Frau Nehls, den Schmied, welcher die Hufe so bearbeitete wie es Frau Nehls vorschlug! Beide Pferde werden von Beschlag zu Beschlag trittsicherer, lebendiger und wieder freche Zuckerschnuten!!! Dank der zuletzt positiven Haaranalysen und der Ergänzungsfuttermittel Rehe-Ex, Lauf-Fit und Biologische Hufkur von Frau Nehls dürfen beide wieder auf die Koppel und sie bleiben stabil und genießen die Freiheit und ich mit ihnen. Ich sitze vor der Koppel und kann es kaum fassen, dass Dyara und Cyra wieder draußen sein dürfen und danke jeden Tag Frau Nehls, denn das Wichtigste für mich war nicht, sie wieder reiten zu können, sondern sie wieder Pferde sein lassen zu dürfen, das heißt für mich: raus in die Natur! Auch meine jetzige Tierärztin glaubt, das wir mit der Schulmedizin die zwei Mädels nie so hinbekommen hätten. Meine Zwei und ich sind Frau Nehls unsagbar dankbar für ihr unglaubliches Wissen über Homöopathie, Ihre instinktive Liebe zu Pferden (den Delphinen der Erde) und Ihre Geduld, denn sie hat Dyara und Cyra nie aufgegeben, wie dramatisch ich es ihr auch schilderte und selbst fast daran verzweifelt wäre!! Jedem Pferdebesitzer und Pferdeliebhaber, den ich kenne, gebe ich die Adresse von Frau Nehls, denn kein Pferd sollte so leiden müssen wie es meine Zwei mussten, bis ich endlich Frau Nehls fand!!! Und sie konnte schon mehrmals wieder helfen!!!
In ewiger Dankbarkeit Dyara, Cyra und Michaela
Noch etwas in eigener Sache:
Auf verschiedene Nachfragen möchte ich gerne etwas aufklären:
Ich habe verschiedene Ergänzungsfuttermittel für die Firma CD Vet Naturprodukte GmbH entwickelt, unter anderem auch das gleichnamige
(jedoch flüssige) Produkt Rehe-Ex. Das flüssige Rehe-Ex unterscheidet sich jedoch ganz erheblich von dem getrockneten Rehe-Ex in Bezug auf die Zusammensetzung. Obwohl beide Produkte also gleichnamig sind, sprechen wir von unterschiedlichen Produkten, was u. a. die flüssige Form zu der getrockneten Form sowie auch die Inhaltsstoffe erkennen lassen.
Ich entwickelte die Rezeptur für die Firma CD-Vet der flüssigen Rehe-Ex Mischung, mehr verbindet mich darüber hinaus jedoch nicht mit diesem Ergänzungsfuttermittel. Ich habe demnach auch keine Erfahrungswerte mit dem fertigen, von der Firma CD-Vet hergestellten Produkt. So beziehen sich sämtliche Erfahrungsberichte sowie Erfahrungswerte, die mit meinem Namen im Zusammenhang stehen, grundsätzlich und ausschließlich auf das getrocknete Ergänzungsfuttermittel Rehe-Ex, welches allein von mir angeboten und verkauft wird. Es gibt somit keinerlei Händler o. ä., welche die getrocknete Rehe-Ex Mischung verkaufen. Dies hat den Hintergrund, dass ich nur für die Güte und Qualität meines Produktes Rehe-Ex stehen kann, sofern ich eine 100%ige Kontrolle der Rohstoffe, der Inhaltsstoffe, der Lagerung und Verpackung sowohl der einzelnen enthaltenen Zutaten, wie auch der fertigen Mischung behalte.
Dieses wiederum lässt sich ausschließlich vor dem Hintergrund praktizieren, dass alles in „meiner Hand" bleibt.
Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Mobil: 0173/51 57 633, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1.at.t-online.de
Hoffnung und Mut zur Therapie der an Hufrehe erkrankten Pferde
Die Ursachen der Hufrehe können vielfältig sein, nicht immer haben wir Einfluss darauf, ob unser Pferd an Hufrehe erkrankt oder nicht. Viele Faktoren, die zur Hufrehe führen, liegen nicht in unserem direkten Einflussbereich. Wir können, nein, wir müssen jedoch versuchen, eventuelle negative Faktoren so weit, wie es in unserer Macht liegt, auszuschalten; wir haben Einfluss auf die Fütterung, Weidehaltung, Hufbearbeitung, den Arbeitseinsatz und die Psyche unseres Pferdes und können all diese Faktoren verantwortungsbewusst und pferdegerecht gestalten.
Prophylaktische Maßnahmen, dass unser Pferd nicht an Hufrehe erkrankt, gibt es Zahlreiche:
Psychische Faktoren:
Die Psyche spielt grundsätzlich bei allen Erkrankungen eine große Rolle. Nur wir können dafür sorgen, dass unser Partner Pferd sich wohlfühlt: in der Herde mit seinen Pferdefreunden, in seinem Zuhause, mit uns. Wir können dafür sorgen, dass nicht unnötig Stress und Hektik unserem Freund sozusagen auf „Magen und Darm" schlagen. Wir können für ein pferdegerechtes Umfeld und einen pferdegerechten Umgang sorgen, diese Grundvoraussetzung sind wir unserem Pferdefreund einfach schuldig!
Haltung:
Bei der Haltung ist selbstverständlich auf das individuelle Pferd und seine ganz speziellen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. So fühlt sich beispielsweise nicht jedes Pferd in einer großen Herde oder auch im Offenstall wirklich wohl; für die meisten Pferde ist dies jedoch ideal, aber eben nicht für alle. Man kann jedoch grundsätzlich sagen, dass sich kein Pferd in einer 24-Stunden-Boxenhaltung im Innenstall wohlfühlt, hier gibt es keine individuellen Ausnahmen.
Bei der Haltung ist grundsätzlich Wert auf viel freie Bewegung, viel Abwechslung, Licht und Luft zu legen. Wie man diese im Einzelfall gestaltet, muss in jedem Einzelfall abgewogen werden; es gibt zu viele individuelle Faktoren, wie die Möglichkeiten des jeweiligen Einstellbetriebes oder auch die Eigenregie-Möglichkeiten und die speziellen Bedürfnisse des Pferdes, als dass eine grundsätzliche Empfehlung gegeben werden kann.
Fütterung:
Bei der Fütterung ist grundsätzlich Wert auf die Naturbelassenheit zu legen; was in unserer Zeit nicht ganz einfach ist! Naturbelassenheit heißt: keine synthetischen Zusätze, möglichst wenig Einsatz von Pestiziden, Insektiziden, Düngemitteln usw.; diese Naturbelassenheit bezieht sich auf sämtliches Futter, das heißt: Weide, Rauh- und Kraftfutter sowie auch Saftfutter. Wie gesagt, nicht ganz einfach, jedoch sollte der Pferdehalter sich schon dafür interessieren, wie die Weide- und Anbauflächen bearbeitet werden, wo das Futter herkommt und welche Mittel bei der Gewinnung zum Einsatz kommen. Ich denke, ein sensitiveres und interessiertes Verhalten aller Pferdehalter könnte langfristig dazu beitragen, dass mehr Wertschätzung und Gedankengutlenkung auf Naturprodukte gelegt wird. Das Wort „Naturprodukte" liegt zwar voll im Trend, doch sollte dieses nicht gedankenlos übernommen, sondern generell hinterfragt werden. Denn nicht unbedingt ist wirklich ein „Naturprodukt" im Eimer, im Sack, auf der Weide oder im Heu und Stroh!
Da wir in der Regel lediglich einige negative Faktoren in der Fütterung ausschalten können und darüber hinaus auch die Umweltbedingungen immer aggressiver werden, vertrete ich die Meinung, dass wir gerade bei Pferden für eine dauernde und gezielte Entgiftung sorgen sollten. Werden Toxine, die hinreichend durch unsere Umweltbedingungen ins Umfeld unserer Pferde bzw. in den Pferdeorganismus gelangen, besser ausgeschieden, indem Leber und Nieren sowie Gesamtstoffwechsel bei der Entgiftung unterstützt werden, richten diese weniger Schaden an. Diese These unterstützt auch unsere Erfahrung mit unseren Ergänzungsfuttermitteln, der getrockneten Mischung Rehe-Ex (nicht zu verwechseln mit dem flüssigen Rehe-Ex) sowie der Biologischen Hufkur. Ich denke, die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre, welche sich allein auf unser getrocknetes Ergänzungsfuttermittel Rehe-Ex - welches ausschließlich über das Tierheilkundezentrum bezogen werden kann - beziehen, wären ohne diesen Entgiftungseffekt dieser beiden Ergänzungsfuttermittel in der Therapie der Hufrehepatienten keinesfalls möglich gewesen. Sowohl das getrocknete Ergänzungsfuttermittel Rehe-Ex als auch die Biologische Hufkur unterstützen Leber & Nieren in der Entgiftung und den Stoffwechsel bei der Ausscheidung von Toxinen. Die Erfahrungsberichte aller meiner Patientenbesitzer sprechen dafür, dass bei der Hufrehe-Behandlung in erster Linie Wert auf eine effiziente Entgiftung und Toxinausscheidung gelegt werden sollte. Hierbei ist nebensächlich, ob es sich um die Geburtsrehe, um die Belastungs-, Vergiftungs- oder Futterrehe handelt. Die Erfahrungen sowohl mit der getrockneten Rehe-Ex Mischung als auch mit der Biologischen Hufkur sind identisch! Sowohl in der Hufrehe-Prophylaxe als auch bei der akuten Hufrehe-Erkrankung hat sich der Einsatz unbedingt bewährt. Vor diesem Hintergrund füttere ich in unserem Tierheilkundezentrum grundsätzlich und ganzjährig die getrocknete Rehe-Ex Mischung auch bei nicht disponierten Pferden und Ponys als natürliches Mineralstofffuttermittel sowie zusätzlich bei disponierten bzw. bereits einmal an Hufrehe erkrankten Pferden die Biologische Hufkur.
Darüber hinaus empfehle ich, die Fütterung natürlich und bedarfsgerecht zu gestalten. Das Wort „bedarfsgerecht" ist unbedingt auf das jeweilige Pferd abzustellen. Es kann nicht angehen, dass empfohlen wird, grundsätzlich jedes Pferd diätisch zu ernähren, da auch zu magere Pferde oftmals betroffen sind. Fatal wäre es in diesem Falle, diese Pferde auf Diät zu setzen; da sie stark abmagern würden und aus diesem Umstand heraus weitere Erkrankungen eintreten würden. Bedarfsgerecht heißt auch nicht, eine Futtermitteltabelle zu Rate zu ziehen und nach Pferdegewicht und Arbeitseinsatz zu füttern. Der Bedarf ist viel zu unterschiedlich, als könnten diese allgemein gültigen Empfehlungen ihm in irgendeiner Weise gerecht werden. Nach Bedarf füttern heißt: nach Auge, nach Gewicht, nach Verstand bzw. Pferdeverstand! Nach Bedarf füttern heißt für mich jedoch grundsätzlich auch: natürlich füttern, nicht hier noch ein Pülverchen, hier noch ein Mittelchen und hier noch ein Brikett. Nach Bedarf füttern heißt ebenso: wenn ein Problem/eine Erkrankung/eine Missstimmung auftritt, nach der Ursache zu forschen und nicht ein Zusatzfuttermittel auf Verdacht zu füttern. So provoziert man letztendlich eher zusätzliche Probleme, als das man diese behebt.
Hufbearbeitung/Hufkorrektur/Hufbeschlag:
Theoretisch ganz einfach, praktisch das schwierigste Thema schlechthin..
Als Grundsatz würde ich aus meiner Erfahrung heraus sagen: Weniger ist mehr, jedoch zu wenig keinesfalls eine Lösung. Das Schicksal unserer Pferde ist weitestgehend vom Schmied abhängig und wenn ich denn könnte, würde ich meinen Schmied wohl um die ganze Welt schicken..
Dies hat folgenden Grund:
Er hat Pferde- und Sachverstand, was eine Gabe ist, die nicht selbstverständlich ist:
Es darf nicht zu viel, aber auch nicht zuwenig korrigiert werden; es dürfen keine Experimente durchgeführt werden und keine Versuche an Pferdehufen stattfinden. Es ist nicht immer sinnvoll, überhaupt etwas zu korrigieren, andererseits natürlich auch nicht, der Natur „ihren freien Lauf" zu lassen.
Bei Hufrehe gibt es keine Hufbearbeitung nach dem Schema F:
Jeder Hufrehe-Patient ist ein ganz eigener. Wenn bei einem Pferd das Eingipsen der Hufe wirklich gute Resultate bringt, kann es bei einem anderen genau das Falsche sein, wenn eine Hochstellung der Trachten bei einem Pferd - ein sogenannter orthopädischer Beschlag - sehr erfolgversprechend ist, kann es bei einem anderen fatale Folgen haben. In der Regel (diese gibt es ja nicht, wie wir gelernt haben..), daher: in vielen Fällen bringt ein „ganz normaler" Hufbeschlag mit wenigen Nägeln dem betroffenen Pferd erhebliche Erleichterung, da die Sohle nicht mehr so empfindlich ist, da ein Schutz beim Laufen gegeben ist. Das Nageln an sich ist nicht so schlimm für das betroffene Pferd, wie der Schmerz der Hufrehe ohnehin (Hufrehe ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung..); von daher lasse ich das Argument eher nicht gelten, dass nicht genagelt werden kann, weil es dem Pferd zu weh tut. Das Pferd erleidet die meisten Schmerzen, wenn es auf dem schmerzenden Huf/Bein stehen muss, da der gegenüberliegende Huf hochgenommen wird, da kommt es schon fast nicht mehr auf das Nageln an. Stehen wiederum muss das Pferd auf dem schmerzenden Huf bei jeder Hufbehandlung, anders geht es selten, selten daher, dass auch Hufbearbeitungen bei Pferden im Liegen unter Sedierung/Narkose vorgenommen werden.
Welche Maßnahme letztlich die Richtige ist, hängt auch von der Vorgeschichte nicht unerheblich ab. So würde ich eine andere Empfehlung bei Pferden geben, die seit Jahren beschlagen waren, als bei Pferden, die immer Barhufgänger waren. Auch die Krankengeschichte des einzelnen Pferdes gibt Hinweise darauf, welche Maßnahme in diesem Einzelfall die Richtige sein kann.
Eine Empfehlung, mit der ganz bestimmt keine „Fehltreffer" eintreten können, ist diese:
Man polstere die Hufsohle gut und lege einen schützenden, nicht drückenden bzw. Blutfluss störenden Verband an; diesen halte man im Wechsel trocken und nass (= Angussverband); z. B. tagsüber trocken, nachts nass oder umgekehrt. Einen Angussverband über mehrere Tage halte ich für nicht positiv, da der Huf zu empfindlich würde, da er zu sehr aufweicht durch die ständige Feuchtigkeit. Andererseits ist eine stundenweise Feuchthaltung positiv zu sehen, da die Hornkapsel sich somit weitet und etwas vom Schmerz genommen wird. Der Schmerz bei Hufrehe ist vergleichbar mit dem, als wenn wir viel zu enge Stöckelschuhe anhaben und unsere Füße schon voller offener, blutender, eiternder Blasen sind.
Aus all dem oben Gesagten ist erkennbar, dass es keine allgemein gültigen Empfehlungen gibt mit Ausnahme der der Toxinausleitung und Entgiftung. Jedoch sollte auch diese wohl überlegt und dosiert sein, von einer Entgiftung und Toxinausleitung in „Eigenregie" würde ich ebenfalls abraten, da auch hierbei zahlreiche Fehlerquellen lauern.
Ich beschäftige mich mittlerweile seit 1999 intensiv mit der Hufrehe-Erkrankung, da in diesem Jahr mein eigenes Pferd im Alter von 3 Jahren erkrankte. Ich kann sagen: Hufrehe ist die tückischste Erkrankung schlechthin, Hufrehe ist immer lebensbedrohlich und es gibt keine allgemein gültigen Empfehlungen bis auf die Entgiftung; alles Weitere muss speziell auf die einzelne Krankengeschichte „zugeschnitten" sein, selbst erfahrene Pferdemenschen/Fachleute müssen immer wieder neu nachdenken, um die in diesem individuellen Hufrehe-Fall richtigen Behandlungsmethoden ergreifen zu können, was ganz bestimmt eine Kunst für sich ist! Mein Resümee aus den vergangenen Jahren ist: ich berate umfangreich und ausführlich zu meinen Produkten, sämtliche weiteren zahlreich anfallenden Fragen beantworte ich ausschließlich in einem telefonischen Beratungsgespräch nach Terminabsprache, da ich hierfür Zeit benötige, Hintergrundfragen stellen muss, eine gewisse Konzentration benötige und dies alles nicht zwischen bzw. während Patientenbehandlungen bieten kann. Für mich kann nur so eine seriöse Beratung aussehen, da vormals allgemein gültige Empfehlungen heute bei den massiv ansteigenden und oftmals kaum zu erklärenden und stark voneinander abweichenden Hufrehe-Erkrankungen nicht mehr stattfinden können.
Man würde den Pferden damit einfach nicht gerecht; dies zeigt auch das heutige Beispiel aus der Praxis:
Avalon ist ein nicht alltäglicher Hufrehepatient und allgemein gültige Empfehlungen hätten bei ihm - so glaube ich heute - direkt zum Tode geführt; denn: diese massiven Hufentzündungen sind absolut unüblich und diese waren Avalons größtes Problem, aber: bei einer „normalen" Hufrehe-Beratung hätte man diese nicht berücksichtigen können, da für die Einschätzung der „Tiefgang" gefehlt hätte:
Sonja Sanchez de la Cerda aus Österreich schrieb in Tagebuchaufzeichnungen:
16.07.2006
Am Donnerstag dieser Woche wurde an unserem Pferd Avalon (20-jähriger Wallach) aufgrund einer Röntgenaufnahme festgestellt, dass er Belastungsrehe hat. Vorher bestand der Verdacht auf Hufabszess, nachdem am Kronrand ein ca. 5 cm breiter nässender Spalt auftrat und er nach Abnahme des Eisens bei Prüfung mit der Zange druckempfindlich war.
Kurzer Rückblick:
Avalon erlitt am 2006-05-07 einen Einschuss ins linke Karpalgelenk - schmerzstillende Spritze und Vliesbandage nach Röntgen von ganz unten bis ganz oben und das über 12 Stunden (die Nacht) als Stütze falls doch eine Bruchverletzung vorhanden ist. Nach Auswertung des Röntgens stellte sich Gott sei Dank kein Bruch heraus. Am nächsten Tag war das Bein unsagbar von oben bis unten angeschwollen und Avalon stand nur mehr in der Ecke und konnte sich kaum mehr bewegen. Daraufhin folgten viele Tage mit Kühlung durch Wasser und Bewegung (mehrmals täglich). In dieser Zeit bekam er selbstverständlich schmerzstillende Spritzen und wegen der Infektionsgefahr nach dem Einschuss Antibiotika - zuerst 5 Tage. Zusätzliche Behandlung mit jeden Tag 2 x Magnetfeldmatte an der betroffenen Stelle und am ganzen Körper. Nach einer Woche wurde mir dann geraten, Lymphdrainagen (jeden 2. Tag) am kranken Bein durchführen zu lassen, was zu einem sehr guten Ergebnis führte. Am 2006-06-15 begann er 2 Tage nach einem schon sehr notwendigen Beschlag, welcher nach einer schmerzstillenden Spritze, da er das Karpalgelenk ja nur unter großen Schmerzen abbiegen konnte, durchgeführt wurde, plötzlich rechts zu lahmen. Am Nachmittag war es so schlimm, dass ich sofort meine Tierärztin verständigte und diese meinte, dass dies von der Überbelastung käme. Es wurde jedoch nie von Belastungsrehe gesprochen! Ich wusste auch nicht, dass es eine solche gibt! Weiter stellte sie nach chiropraktischer Untersuchung fest, dass das Ileosakralgelenk links etwas hoch stand und sie behandelte dieses. Dies ging ca. 1 Woche gut, dann ging es ihm wieder viel schlechter. Die Tierärztin meinte, wir drehen uns im Kreis und wir sollten uns überlegen, ihn einschläfern zu lassen. Wir waren am Grunde zerstört. Eine liebe Cousine bewahrte mich, eine überschnelle Entscheidung zu treffen und riet mir, ihn einfach einmal regenerieren zu lassen. Es war ja eine wirklich schwere Beeinträchtigung durch das total angeschwollene Gelenk und da könne man nicht erwarten, dass er in einigen Wochen wieder fit ist. So bekam er in den nächsten Tagen wieder Medikamente gegen die Schmerzen und wir versuchten, ihm so viel Bewegungsfreiheit wie möglich zu verschaffen. So kam er morgens 3 Stunden und nachmittags (ab ca. 17.00 Uhr) 4 Stunden auf die Koppel. Was er zuerst auch richtig genoss. Letzte Woche zog ich dann, nachdem er noch immer humpelte, jetzt doch wieder mehr links als rechts, eine Chiropraktikerin hinzu, die dann die oben angeführte Diagnose stellte. Nach dem Einrichten der Wirbel hatte man wirklich das Gefühl, dass er sich besser bewegen konnte. Es wurde von Tag zu Tag besser. Wahrscheinlich war auch ein bisschen Täuschung dabei, da er nach der Behandlung für einige Tage Buta bekam. So erkannten wir weiterhin das wirkliche Problem nicht. Obwohl von unserer Ärztin laufend die Pulsation und die Huftemperatur überprüft wurde, erkannte sie das wirkliche Problem nicht. Erst am Abend 10.07.2006 zeigte mir Avalon sein Problem, er zeigte mir mit seinem Kopf die Stelle am Hufrand und blieb so lange darauf, bis ich sie mir anschaute. Da traf mich fast der Schlag, hier war eine nässende Stelle zwischen Fell und Kronrand. Zuerst dachte ich mir, dass er sich hier eine Verletzung zugezogen hatte. Am nächsten Tag kam abermals die Chiropraktikerin, welche Tierärztin für Pferde ist, und kontrollierte seine Wirbelsäule. Der Befund war super, er hatte keine Schmerzpunkte mehr. Dafür hatten wir ein Problem an der rechten Hand. Der zufällig anwesende Hufschmied nahm das Eisen ab und dann stellten beide fest, dass es sich wahrscheinlich um einen Hufabszess handelt, obwohl dies nicht eindeutig war, nachdem der Kronrand in der Mitte aufgebrochen war und er die Druckempfindlichkeit auf der Seite zeigt, was untypisch ist. Es wurde auch der Verdacht geäußert, dass vielleicht beim letzten Beschlagen vor 3 Wochen ein Nagel nicht genau saß und er den Schmerz beim Beschlagen jedoch nicht zeigen konnte, da das Beschlagen unter Medikamenten erfolgte. So wurde vorerst ein Sauerkrautwickel auf der Sohle mit Bandagierung des Hufes angebracht und gemeint, dass dadurch ein noch nicht sichtbarer Abszess aufgehen konnte. Am nächsten Tag zeigte sich noch immer nichts. Dann wurde noch für 24 Stunden ein Glaubersalz aufgelegt, wieder zeigte sich nichts, nur dass die Sohle etwas abgesunken war - für mich als Laie leider noch kein Alarmzeichen, ich vertraute den Fachleuten. Darauf gab mir ein befreundeter Tierarzt (Arzt an der Uniklinik Wien) den entscheidenden Tipp, ein Röntgen machen zu lassen, welches dann zutage brachte, dass es kein Abszess war, sondern eine Belastungsrehe rechts vorne mit einer Rotation von ca. 6°. Die Hufspitze hat noch 5,4 mm zur Sohle. Ich war total geschockt. Avalon erhielt daraufhin sofort ein Eisen mit einem Steg, damit die Beugesehne nicht noch weiter die Hufspitze nach unten zieht. Weiterhin wurden in seiner Box 40 cm Sägespäne eingestreut. Sein Futter - morgens 1 Liter warme Kleie!!!!! mit 30 g Ingwer und abends 1 Liter Müsli sowie jeweils Heu - sollte auf die halbe Menge reduziert werden - Anordnung Ärztin. Nach Rücksprache mit dem Hufschmied (ein älterer Herr) riet mir dieser jedoch, das Müsli wegzulassen und nur Kleie! zu füttern, da energiereiche Kost für den Heilungsprozess nicht förderlich ist, sondern das Blut verdickt. Das waren leider nicht die idealen Tipps, weder die halbe Menge, noch die Kleie. Er steht wohl auf 4 Beinen, auch wenn er immer wieder das kranke Bein entlastet. Er humpelt nur ein bisschen am Reitplatz. Es gehen ihm vermehrt Haare aus und er hat kahle Stellen im Rückenbereich, auch wenn die Tierärztin heute meinte, das sei auf die Hitze zurückzuführen. Aber bis jetzt hatte er immer wunderschönes dichtes, glänzendes Haar.
16.07.2006
Ich suchte im Internet verzweifelt nach Hilfe und fand dort unter dem Stichwort „Hufrehe" das Tierheilkundezentrum und Claudia Nehls. Sofort vereinbarte ich ein telefonisches Beratungsgespräch mit ihr und schilderte Avalons Krankengeschichte. Wir besprachen ausführlich das weitere Vorgehen. Ich bekam eine energie-, zucker- und eiweißreduzierte Futtermittelempfehlung von Claudia Nehls. Parallel erfolgten Informationen zur lokalen Behandlung und ich erhielt umfangreiche Informationen über die Hufrehe-Erkrankung. Gleich nach dem Beratungsgespräch bestellte ich auf Empfehlung von Frau Nehls in ihrem Internetshop die Biologische Hufkur und die getrockneten Ergänzungsfuttermittel Lauf-Fit und Rehe-Ex (nicht zu verwechseln mit den flüssigen Mischungen, da andere Zusammensetzung).
18.07.2006
Die Mittel habe ich erhalten und sofort mit der Fütterung begonnen.
1 x täglich die Mischungen von Frau Nehls: Rehe-Ex, Lauf-Fit sowie 1 x tägl. Biologische Hufkur. Avalon mag das Lauf-Fit nicht sehr, die anderen Ergänzungsfuttermittel frisst er ohne Probleme. Wir mischen die Kräuter unter Heucobs. Er verlässt noch jeden Tag die Box, um raus zu gehen.
21.07.2006
Er geht nicht mehr aus der Box oder nur mit größter Anstrengung. Das größte Problem scheint der Kronrand zu sein! Hier ist ein ca. 5 cm breiter Bereich offen und fühlt sich verkrustet und örtlich begrenzt auf den offenen Bereich warm an. Die Tierärztin - darauf angesprochen - empfiehlt nur mit Blauspray zu behandeln, damit keine weitere Entzündung entsteht, sonst sagt sie dazu nichts.
22.07.2006
Wir sind verzweifelt. Unsere Tierärztin, die Avalon bisher betreut hat, hat ihn aufgegeben! Sie hat ihn nicht einmal mehr angeschaut, obwohl ihr mein Mann den offenen Hufrand gezeigt hat!
23.07.2006
Heute kann Avalon überhaupt nur mehr auf 3 Beinen stehen, am Hufrand ist ca. in der Mitte ein bisschen nach rechts gehend (von vorne gesehen) eine starke Wölbung des Fells - wie ein Geschwür - sichtbar. Kann es sein, dass er ausschuht? Ist das dann das Todesurteil? Nachdem ich nun keinen Arzt mehr finde, der ihn betreut, habe ich mich entschlossen, ihn am Nachmittag in die Uniklinik Wien zu stellen - Bedingung, dass er weiter das von Frau Nehls empfohlene Futter und die lokale Huf-/Wundbearbeitung, die sie aufgrund unseres telefonischen Beratungsgesprächs verordnet hat, bekommt. Ich möchte nur sicher sein, dass es sich nicht um ein Geschwür handelt, dass man nicht richtig behandelt. Es war ja offen und er steht in Sägespänen bzw. war am Reitplatz, wo Sand ist. Auch wenn ich die Wunde immer gepflegt habe, kann doch sehr leicht eine Infektion entstehen - weiter sind derzeit viele Fliegen. Am Huf wurde nur unter den Beschlag ein fester Styroporkern geschoben, damit er nicht mehr am Beton in der Stallgasse rutscht. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich - außer von Frau Nehls - von lauter Quacksalbern umgeben bin, die einfach nur das eine kennen "Einschläfern, keine Chance!" Vielleicht haben wir noch eine Chance? Wichtig ist auch, dass Frau Nehls sagte: „wenn Avalon nicht aus der Box will, bitte nicht zwingen, dann sollte er halt drin bleiben. Bewegung bitte nur freiwillig." Avalon wurde 2 x, nachdem Belastungsrehe diagnostiziert wurde, beschlagen. Ist hierin evt. eine Ursache für die Verschlechterung gegeben?
23.07.2006
Einlieferung Uniklinik Wien, da er unserer Meinung nach im Stall aufgrund der sichtbaren Infektion am Kronrand überhaupt keine Chance hat.
24.07.2006
Ich versuche die behandelnden Ärzte davon zu überzeugen, dass Avalon ein Recht auf Leben hat und es dem Menschen nicht zusteht, ihm dieses einfach zu nehmen. Tierschutz hin und her, wenn ein Tier frisst und am Leben teilnimmt, so meine ich, möchte es leben. Sie kämpfe ich für Avalon.
26.07.2006
Avalon frisst und ist aufmerksam.
28.07.2006
Erste Haaranalyse durch Frau Nehls: niederschmetternd, sämtliche Werte waren schlecht!
09.08.2006
Heute ein sehr gute Nachricht, ich komme direkt von der Klinik. 2 der behandelnden Ärzte sind von der Erholung Avalons ganz begeistert. Beim gestrigen Befund stand sogar: Pferd läuft in die Box mit 3 x !!!. Also wirklich erstaunlich. Am Huf bildet sich Granulationsgewebe und beim gestrigen Neuverband war alles trocken, keine neuerliche Eiterbildung und dies schon seit 1 Woche. Diesbezüglich sieht es also gut aus. Auch belastet er immer mehr den Rehefuss, steht teilweise auf 4 Beinen. Er bekommt noch Schmerzmittel 2 x täglich. Auch wenn der Weg noch lange ist, sieht man schon ein bisschen Licht und wir denken, er wird es schaffen.
10.08.2006
In den letzten beiden Wochen hat sich Avalon sichtlich erholt. Ich habe heute mit der Klinik gesprochen, die sind ganz zufrieden. Die eitrige Stelle am Strahl ist wieder ganz geschlossen und o.k. Er belastet das rechte Bein mehr und mehr. Er ist in seiner Box sehr rege und wenn man die Boxentür öffnet, geht er immer gleich einige Schritte in die Boxengasse. Sein Fell hat sich ca. zur Hälfte von vorne gesehen am Körper bereits sehr verbessert, wieder glänzend und weich, die andere Hälfte zeigt immer noch etwas Flecken und ist rauer. Aber das wird auch noch. Mittlerweile frisst er die Kräuter ohne Probleme - mit geriebenen Karotten und das Lauf-Fit mit geriebenen Äpfeln. Er bekommt auch noch eine Handvoll von Attis & Sunnys Magen & Darmfit von Frau Nehls dazu. Sie denken, dass er noch ca. 4 bis 6 Wochen am Fuß einen Verband benötigt, da die offene Stelle am Kronrand noch nicht ganz trocken ist. Antibiotika sind seit einer Woche abgesetzt. Nun brauchen wir nur mehr Geduld und die haben wir!
27.08.2006
Avalons Fellausfall ist nicht mehr so stark, im vorderen Körperbereich wird das Fell zunehmend weicher, im rückwärtigen Teil hat er schuppende Hautteile, die jedoch nicht nässen, wo auch das Fell stärker ausgeht. Diesen Bereich behandele ich derzeit mit Aloe Vera Gelly (100 % Aloe Vera) und die Hautschuppen lösen sich dadurch schön. Ich habe das Gefühl, dass es ihm gut tut, auch wenn die Heilung natürlich von innen kommen muss - Ursache wahrscheinlich die vielen Medikamente. Derzeit bekommt er noch Schmerzmittel und 1 ml Magenschutzmittel 2 x täglich.
06.09.2006
Avalons Huf ist nun seit Montag komplett trocken, nachdem letzte Woche, wahrscheinlich aufgrund der einen Woche Cast (= Gips), wieder Eiter aufgetreten ist. Er bekam aber kein Antibiotikum. Die Ärzte sind zufrieden, er kann auch schon besser auftreten. Sein Fell am Rücken ist wieder komplett o.k., auch wenn er noch haart, jedoch wesentlich weniger stark als zu Beginn. Auch sein Gesamtzustand hat sich wesentlich verbessert. Seit letzter Woche Montag bekommt er zusätzlich noch Reiki (universelle Heilenergie nach Dr. Mikao Usui) mit zusätzlichem Laserkristall, was er sehr genießt. Es wurden bei ihm zusätzlich zur Belastungsrehe und seines schlechten Allgemeinzustandes massive Blockaden am Dickdarmmeridian und Blasenmeridian festgestellt, welche durch Reiki (ab diesem Tag an 2 x wöchentlich über einen Zeitraum von mehreren Monaten) gelöst werden. Außerdem wird ihm so zusätzlich Energie zugeführt. Die Olewo-Karotten-Pellets frisst er ganz gierig mit dem getrockneten Rehe-Ex und Lauf-Fit. Bis zur völligen Gesundung, sein Huf hat doch einen sehr schweren Schaden durch Eiter und Hufrehe erlitten, können lt. Aussage des behandelnden Arztes bis zu 20 Monate - bis der Huf 1 x nachgewachsen ist - vergehen (glücklicherweise wächst der Huf dank Biologischer Hufkur aber sehr schnell und qualitativ gut nach, daher bin ich überzeugt, dass es sehr viel schneller geht als die vorhergesagten 20 Monate..).
15.09.2006
Sein Huf ist an der Sohle noch im Hufbeinspitzenbereich offen - nicht durchgebrochen, im anderen Sohlenbereich ist schon wieder Deckung gegeben, an der Vorderseite des Hufes ist am Kronrand schon ca. einen Finger breit der Huf nachgewachsen, darunter ist ein Bereich ohne Huf, auch an der Hufspitze wurde ihm der Huf entfernt, wegen des Druckes. Der behandelnde Tierarzt revidierte die Heilungszeit nun von 20 auf 12 Monate - klingt doch schon optimistischer, auch wenn er sagt, dass Avalon es noch nicht sicher geschafft hat, da immer noch offene Stellen sind, wo jederzeit eine Infektion auftreten kann. Sein Gesamtzustand hat sich wesentlich verbessert. Er hat auch gestern den Dauerkatheder für Zufuhr von Medikamenten am Hals entfernt bekommen. Er bekommt jetzt nur mehr 2 x 2 mg Buta + Magenschutz täglich, damit er das kranke Bein doch etwas belastet. Er kann mittlerweile mit dem kranken Bein sehr gut umgehen. Er ist rege, sobald die Box offen ist, ist er in der Stallgasse, die sehr schön groß ist und wo er sich ein bisschen bewegen kann. Er bekommt dann auch dort sein Heu. Der Stall ist übrigens sehr schön groß und sonnig. Man hat das Gefühl, dass er sich dort sehr wohl fühlt, was auch sehr wichtig ist. Er genießt jedenfalls die tägliche Betreuung durch uns oder durch unsere Studentin.
17.09.2006
Zweite Haaranalyse, welche schon sehr viel positiver ausgefallen ist. Frau Nehls sagt bzw. schreibt: „Avalon ist auf dem richtigen Weg, wenn zukünftig keine schwerwiegenden Fehler gemacht werden."
02.10.2006
Heute hat der Hufschmied in der Klinik Avalons hintere Hufe gemacht und mich dann daraufhin angerufen. Er war ganz begeistert, wie gut er sich erholt hat (Biologische Hufkur..). Er hat ihn vom ersten Tag an in der Klinik betreut, kranken Huf ausgeschnitten usw.. Er hat das neue Beschlagen sogar ohne weiteres Schmerzmittel - nur 1 Buta täglich - ohne Probleme durchgehalten. Auch ist er gut aus der Box gegangen. Er meinte, dass Avalon ihn heute überzeugt hat, dass er es schaffen wird und wieder gesund werden wird! Auch die behandelnde Ärztin sagte mir das gestern schon! An der Sohle (diese war am 06.08. komplett offen) ist nur mehr eine ca. 2 x 2 cm große Stelle offen, der Strahl, der mit Eiter unterminiert war, ist zur Gänze schön nachgewachsen. Der Kronsaum ist rundherum wieder fest und ca. 1 Finger breit in der Mitte, wo das Stück Hufwand fehlt, sehr schön, so wie es sich gehört, nachgewachsen. Die offene Stelle an der Hufvorderwand ist auch schon komplett trocken. Jetzt braucht es nur noch Geduld, dass der Huf herunterwächst. Mit der Belastung wird es auch täglich besser. Er entlastet sogar schon ganz kurzfristig das gesunde Bein. Alle meinten, er sei sehr zäh, sonst hätte er den Weg sicher nicht geschafft.
10.10.2006
Avalon geht es sehr gut, er entlastet z.T. schon den gesunden Fuß mit dem kranken Fuß. Gestern waren in der Uniklinik für die Studenten verschiedene Vorträge über Lahmheiten bei Pferden. Avalon wurde mehrmals den Studenten vorgeführt und von den Professoren wurde er als "unser Avalon" bezeichnet. Die sind richtig stolz darauf, dass er noch lebt und es ihm so gut geht, auch wenn sie immer betonen, dass doch noch das Risiko einer neuerlichen Belastungsrehe besteht. Sonst sind seine Chancen sehr gut, wieder ganz gesund zu werden. Auch sehen sie, wie gut er sich erholt hat, Gesamteindruck und Fell (super glänzend). Auch mussten sich die Professoren einiges von den Studenten wegen Tierschutz anhören, dass man ein Pferd mit Schmerzmittel und so langer Boxenhaft leben lässt - wo er doch schon 20 Jahre alt ist. Aber die Antwort war immer: Avalon wollte leben, nicht nur seine Besitzer wollten dies, und so hat man ihm die Chance gegeben. Außerdem antwortete ich den Studenten, dass man immer erst entscheiden kann, wenn man selbst in der Situation ist. Außerdem sollten sie sich überlegen, ob 20 Jahre wirklich so alt sind, dass Avalon keine Lebensberechtigung mehr gehabt hätte. Heute werden viele Pferde 30 und mehr Jahre alt und sind auch zufrieden. Aber so denken halt junge Leute Anfang 20. Einige sind sehr interessiert, was ich ihm gefüttert habe und ich habe sie auf die Internetadresse von Frau Nehls verwiesen! Ich finde, dass es wichtig wäre, dass betreffend Fütterung ein Umdenken stattfindet und nicht wie üblich, Kleie und Kraftfutter in allen Situationen gefüttert wird.
24.10.2007
Avalon geht es immer besser: An der Sohle ist nur mehr eine ganz kleine Stelle (ca. einen kleinen Fingernagel groß) offen, auch ist sie großteils schon fest, der Kronsaum wächst gut nach, auch wenn im vorderen Bereich das Horn doch durch die Rehe nicht mehr so gut werden wird. Er hat nur noch einen gesunden Hufbereich im hinteren Bereich, was aber lt. Auskunft kein Problem ist, da die anderen Bereiche ohne Probleme nachwachsen. Es ist einfach Geduld angesagt. Zur Zeit hat er im Strahlbereich eine Gipsschale als Unterlage (vorher Huf bandagiert), der vordere Bereich ist schwebend und gut unterpolstert, so dass er auch auf der Sohle ohne Probleme stehen kann. Der Schmied hofft, dass er ihm in 3 bis 4 Wochen ein Eisen (wenn auch kein richtiges) allerdings mit Nägeln, beschlagen kann, da nur bei akuter Rehe von einem Nagelbeschlag abzuraten sei.
02.11.2006
Gestern war ein super Tag: Der behandelnde Arzt meinte, dass Avalon bereits vor Weihnachten nach Hause gehen könne. Sie sind mit dem Huf und seinem Allgemeinzustand sehr zufrieden. Auch der linke belastete Huf hat bis jetzt alles ohne Probleme überstanden. Ich denke jedoch, dass ich ihn noch eine Weile in der Klinik lassen werden, bis er sich gut erholt hat. Dort gibt es die Möglichkeit eines Bewegungszentrums usw. Auch wird er von uns täglich betreut, gefüttert und geputzt. Momentan ist der Huf noch in einem Verband, da es noch einige Wochen dauern wird, bis ein Beschlag möglich ist.
05.11.2006
Wieder eine große Neuigkeit. Avalons Huf ist gut verhornt und er bekommt nächste Woche einen Beschlag (wenn auch keinen normalen) mit Nägeln. Lt. Hufschmied wäre ein Krankenschuh nicht gut für seinen Huf und kleben würde den Teil des Hufes, der noch in Ordnung ist, beschädigen.
Er bekommt auch seit einigen Tagen keine Schmerzmittel mehr und belastet immer mehr den "kranken" Fuß. Im Moment muss er sich einmal daran gewöhnen, dass er wieder 4 Beine belasten kann, aber das wird schon. Das Sprichwort "Die Hoffnung stirbt zuletzt" hat wirklich Gültigkeit und ich kann nur jedem sagen, sich daran zu halten, und die Hoffnung nie aufzugeben!
07.11.2006
Avalon wurde mit je 4 Nägeln beschlagen, er hat jedoch noch einen Keil, der langsam in der Höhe verringert wird. Dann erst wird der zweite Huf wieder beschlagen, dann auch an diesem wieder langsam der Keil verringert. Im Moment hat er am festen Boden etwas Probleme beim Auftreten, ungewohnt, am weichen Boden geht es besser. Das Saumband ist nun offen sichtbar, es wächst schön gerade nach. Der Beschlag muss jedoch nach 2 Tagen entfernt werden, zu viel Zug an den Hufwänden.
30.11.2006
Dritte Haaranalyse durch Frau Nehls: erfreuliches Ergebnis, es sieht gut aus!
01.12.2006
Letzte Woche am Dienstagabend hatte Avalon plötzlich am Kronrand in der Mitte eine kleine eitrige Stelle. Der Huf wurde von unten nach oben dann sofort gespült und wieder täglich verbunden. Seit Samstag ist wieder alles trocken. Auch die leichte Strahlfäule am linken Huf ist wieder komplett o.k.! Problem ist, dass er im vorderen Bereich - mittig - durch die Rehe eine lose Wand hat und so doch das Risiko besteht, dass Bakterien eindringen können. Diese lose Wand kann im Moment lt. Röntgen noch nicht abgetragen werden, da noch zu wenig nachgewachsen ist, damit der ganze Huf zusammenhält. Sonst geht es ihm wirklich super. Er war am Freitag das erste Mal im Freien bei Sonnenschein spazieren. Er war ganz aufgeregt und glücklich. Nun gehen wir mit ihm jeden Tag im Freien - bis jetzt immer im Innenbereich der Klinik - spazieren, damit die Durchblutung im Huf angeregt wird. Die Wege werden immer weiter. Bei den ersten Schritten ist er immer sehr vorsichtig, dann wird es von Schritt zu Schritt besser. Seine Sehnen und der Huf im Gesamten sind lt. Röntgen vom letzten Mittwoch o.k.
Es wird jetzt versucht, die Hufbeinsenkung zu korrigieren, denn innerhalb der losen Wand ist eine Parallele zum Hufbein, Sohlendeckung auch schon einen guten Zentimeter. Es sieht also gut aus, auch wenn noch viel Geduld und doch auch Glück erforderlich ist. Die Kräuterergänzungen von Frau Nehls habe ich erhöht. Das getrocknete Lauf-Fit von Frau Nehls frisst er mit Schwarzkümmelöl jetzt ohne Probleme.
11.12.2006
Avalon erholt sich gut. Seit letztem Samstag ist er jeden Tag ein bisschen in der Bewegungshalle - weicher Boden. Beim ersten Mal war ich mit ihm alleine dort. Ich habe ihn frei laufen lassen. Zuerst galoppierte!!! er los und lief dann 2 Runden im Trab. Er war ganz glücklich. Wenn Sie ihn sehen könnten, man glaubt nicht, ein ehemals so krankes Pferd vor sich zu haben. Auch die Studenten und der nun für Avalon zuständige Professor - er ist super - sowie der Hufschmied sind ganz begeistert. Am festen Boden tut er sich noch ein bisschen schwer. Heute besorgt der Hufschmied einen Hufschuh - die Zehe tut Avalon aufgrund des fehlenden Hufes in diesem Bereich - ein bisschen weh. Es wurde von der Klinik auch ein neues Mittel gegen Bakterien und Pilze, welches jedoch nicht den Huf angreift, sondern ihn pflegt, besorgt. Dieses wird jeden 2. Tag auf den gesamten Huf aufgetragen und wird über das Horn aufgenommen. Also er wird bestens gepflegt und gefüttert. Man sieht, wenn man die Geduld aufbringt, wird man wieder gesund!
23.01.2006
Im hinteren Bereich hat Avalon schon eine Sohlendeckung von ca. 2 cm, im Zehenbereich leider erst ca. 6 mm, da hier ja Ende November noch einmal aufgemacht wurde - leichter Eiter durch lose Wand. Diese lose Wand ist nun schon fast zur Gänze losgelöst und abgetragen worden. Er hat auch nun mehr seitlich einen Gips und auf der Sohle, der vordere Bereich ist offen und wird mit Kevin Bacon´s Hufschutzmittel behandelt - gegen Pilze und Bakterien - nur Vorsichtsmaßnahme. Es wird ins Auge gefasst, bald einen Spezialbeschlag zu machen - Zehe schwebend -, da er in diesem Bereich aufgrund fehlender Sohlendeckung druckempfindlich ist. So wäre dann wieder ein ganz großer Schritt getan und der Huf könnte sicher noch besser nachwachsen als doch mit einem Teil Gips.
24.01.2007
Vierte Haaranalyse: weiterhin erfreuliches Ergebnis: „Alles so weitermachen, wie bisher. Es steht einer kompletten Regeneration nichts im Wege. Vorrang hat eine optimale Hufbearbeitung."
20.02.2007
Gestern wurde Avalon mit einem umgedrehten Eisen beschlagen, vorher Korrektur im Trachten- und Sohlenbereich. Es geht ihm nun viel besser beim Gehen. Sogar der Uniklinikchef hat ihn angeschaut und meinte, dass er wohl viele Schmerzmittel haben muss, um so zu gehen. Dies ist jedoch nicht der Fall, er ist schmerzmittelfrei!! Alle Ärzte haben sich gestern riesig über den Fortschritt gefreut! Nun will er mehr aus der Box aufs Paddock, wo er auch hin darf. Er frisst weiterhin brav die Ergänzungsfuttermittel von Frau Nehls: getrocknete Mischung Lauf-Fit, Rehe-Ex, Horse Allround sowie die Biologische Hufkur in doppelter Dosierung.
17.03.2007
Avalon ist nun jeden Tag ca. 2 bis 3 Stunden am Sandpaddock und nachmittags bzw. abends gehe ich mit ihm ca. ½ Stunde in die Bewegungshalle, wo er wirklich fleißig Schritt geht. Am Anfang waren seine Schritte nach der Bewegungshalle am harten Boden sehr zögerlich und scheinbar ein bisschen schmerzhaft, doch nach ca. 3 Wochen geht es schon wirklich gut.
24.03.2007
Fünfte Haaranalyse: wieder verbesserte Ergebnisse!
05.04.2007
Neuer Beschlag mit Eiereisen mit Lederunterfütterung, wobei im Zehenbereich freiliegend.
21.04.2007
Avalon geht nun endlich nach fast genau 9 Monaten Klinikaufenthalt nach Hause. Es geht ihm wirklich super, auch wenn er noch lahmt.
02.06.2007
Avalon ist nun seit 6 Wochen zu Hause in einem neuen Stall. Er wird täglich 2 x auf Wiesen- und Waldwegen spazieren geführt, damit die Durchblutung in seinem Huf gefördert wird. Er fühlt sich in seiner neuen Umgebung sichtlich wohl.
Zusammenfassung:
Ich bin überzeugt, dass Avalon ohne
· seinen Überlebenswillen (er war immer guter Dinge und hat immer gefressen),
· die gute Zusammenarbeit zwischen Klinik und Hufschmied,
· die Superfuttermittel von Frau Nehls und ihre Unterstützung mit homöopathischen Mitteln (so konnte der Körper die vielen Medikamente verkraften und auch wieder entgiften),
· die Beseitigung von Energieblockaden an den Meridianen und die Unterstützung der Heilung durch Reiki (universelle Heilenergie) und
· die tägliche persönliche Betreuung (füttern, spazierengehen und putzen)
seine schwere Erkrankung nicht überlebt hätte! Wichtig ist sicherlich, dass weiterhin keine Fehler bei der Fütterung und Haltung gemacht werden und, dass Avalon weiter seine Ergänzungsfuttermittel von Frau Nehls dauerhaft bekommt!
Einen großen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass Avalon noch weiter ein glückliches Pferdeleben führen darf und wir weiter viele schöne Stunden mit ihm genießen dürfen.
Sonja Sanchez de la Cerda aus Österreich
E-Mail Kontakt : office.at.sv-sanchez.at
Tel. 0043/6642201158
Ich möchte diesen Erfahrungsbericht kurz kommentieren:
Die Geduld, die die Familie Sanchez aufgebracht hat, ist ebenso herausstechend wie Avalons Hufrehe-Geschichte; ich habe derartige Infektionen, Entzündungen, Vereiterungen etc. im Zuge einer Hufrehe-Erkrankung in all den Jahren nicht erlebt!
Ich war jetzt fast 1 Jahr begleitend tätig mit Rat, Tipps, Hilfe, Haaranalysen, homöopathischen Therapievorschlägen und meinen Ergänzungsfuttermitteln und mir ist bewusst, wie schwierig das alles für die Familie Sanchez war. Die behandelnden Klinikärzte hatten keinen Einwand gegen die Fütterung der Kräutermischungen und die Homäopathika. Die Ärzte stellten nur in den ersten Tagen des Klinikaufenthalts den Tierschutz immer wieder zur Diskussion. Nach und nach erkannten diese jedoch, dass Avalon leben möchte und die Familie Sanchez alles dazu beiträgt. Für Familie Sanchez war das letzte Jahr eine starke Belastung zwischen Hoffen und Bangen: ich freue mich sehr, dass wir es - und das sollte jeder Beteiligte einfach nur akzeptieren und anerkennen - in Gemeinschaft über Grenzen hinweg geschafft haben, Avalon sein Leben, seine Lebensqualität zurückzugeben.
Es geht hier nicht darum, welche Methode letztlich die Richtige war, welche Therapie, welches Vorgehen das Erfolgbringendste, es geht alleine darum:
In Gemeinschaft haben wir Avalon seine Lebensqualität zurückgeben können! Ohne dieses ganzheitliche Konzept, was die weitreichende Desinfektion, Hufbearbeitung/Abtragungen/Hufschutz, die richtige Fütterung (auch zur Vermeidung eines erneuten akuten Hufrehe-Schubes), veterinär- und homöopathische Medikamente, alternative Therapien, Bewegungstherapie, gute Betreuung und „waches Auge" der Klinikärzte und der Familie Sanchez, wäre es keinesfalls möglich gewesen, Avalon sein „zweites Leben" zu schenken!
Man muss auch einmal ganz klar sagen: Die erste Zeit des Klinikaufenthalts war es letztlich so, dass niemand der behandelnden Ärzte an ein pferdegerechtes Überleben gedacht hat, niemand glaubte, dass Avalon es schafft! Ich erinnere mich noch an manch verzweifelt klingende Mails und Telefongespräche, die wenig Hoffnung gaben und an meine immer positive Einschätzung der Situation.
Nicht jeder Pferdebesitzer ist so couragiert und selbstbewusst wie Familie Sanchez, welche sich zu keiner Zeit und von Niemandem von ihrem Weg - nämlich den, alles Erdenkliche zu bewegen, dass Avalon wieder gesund wird - abbringen ließ!
Avalon ist in einen neuen Stall mit für ihn optimalen Bedingungen umgezogen, ihm geht es heute wunderbar; auch das hat Familie Sanchez durchgesetzt. Wären im neuen Stall die Bedingungen nicht Avalon gerecht gewesen: gut, dann wären sie halt erneut umgezogen!
Ein gesundes Selbstbewusstein, ausdauernder persönlicher Einsatz und das Bestreben, alles nur Mögliche zur Gesundung beizutragen, prägt hier das Überleben von Avalon.
Ziehe ich hier ein Resümee, muss ich sagen: 99 % hätten nicht überlebt, ganz klar, zu oft wird das eigene Gedankengut „auf Eis" gelegt, zu oft vertraut, wo Vertrauen nicht hingehört, zu oft gespart am falschen Ende!
Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg,
Tel.: 05648/963335 + 0173/5157633, Fax: 05648/963334, E-Mail: tierheilpraxis1.at.t-online.de, Internet : www.tierheilkundezentrum.de




Ich habe ein kleines Welsh-Pony (A) namens Bluna. Sie hatte schon 3x Hufrehe gehabt.Bei dem 3mal wusste ich keinen Ausweg mehr weil es eigentlch vorbei gewesen wäre. Ich raf ich Dr.med.ved. Christiane Tresser an, sie half mir (nach30 min)sofort. Ich musste viel Zeit mit ihr verbringen (Bluna)
die ersten Tage+Wochen musste ich ihr Tabletten verabreichen,dann habe ich sie immmer morgends und abends in den Bach gestellt. Das hilft.Weil das Wasser die Beine kühlt. Jeden Tag ging das so weiter .Nach ein paar Wochen longierte ich sie immer mal ein bisschen. Jeden Tag 5 Minuten mehr.Aber sie hat es überlebt. Jetzt tobt sie mit den anderen Pferden über die Wiese . Ich bin sehr froh das ich diese Zeit mit Bluna verbracht hat.Ich danke auch der Tierärztin von ganzem Herzen. Weil Bluna einen gut versteht....und man brauch sie einfach.
Also gebt niemals auf wenn noch was zu retten ist
Ein Forum hat mir sehr geholfen alles Rund um das Thema Hufrehe zu verstehen und damit umzugehen. Ich danke auf diesem Weg nochmals den geduldigen Usern. Leider gibt es dieses Forum in dieser Form nicht mehr und ich habe mich entschlossen selbst eines zu machen und um auch anderen zu helfen.
Schaut einfach vorbei. http://hufrehe.tier4um.com
Es hilft ungemein sich auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu lernen.
LG Anke
Die armen Tiere!!