Ihr Pferdemarkt im Internet - Pferde, Pony, Pferdekauf, Pferdekrankheiten

Neues Forum über Pferdekrankheiten tragen Sie hier Ihre Erfahrungen und Fragen ein !

 

 

Hufgelenkentzündung

Es wird derzeit bearbeitet. Sie können uns aber gerne Ihre Erfahrung und Ihre Information darüber mitteilen.

8 Beiträge
13/06/2007, 11:24
Sandra Heß,
Vor nun gut zwei Jahren hatte mein Pferd eine Hufgelenksentzündung. Zur Behandlung wurde ihm in der Tierklinik Iffezheim ein Medikament in Verbindung mit einem Wirkstoff zur "Gelenkschmierung" in das betroffene Gelenk gespritzt. Zusätzlich wurde ein orthopädischer Beschlag mit Platten und Polster sowie eine Korrektur der Stellung vorgenommen. Bisher hatte er keine Probleme mehr.
14/02/2008, 08:38
Nicole Weidner,
Mein Pferd hat sich vor gut 8 Wochen beim toben auf dem Paddock vertreten. Seit dem ist ständig der linke Vorderhuf warm und die Arterie ist stark gefüllt und pulsiert. Der Tierarzt hat direkt Metacam verordnet (es wurden insgesamt 4 Pakungen). Leider hat auch das nicht wirklich geholfen, mal war der Huf heiß, mal nicht. Richtig gelahmt hat das Pferd nicht, es ist eher eine starkes Ticken. Jetzt haben wir in der 8. Woche ein Cortison-Depot gespritzt. Hat da jemand Erfahrung mit gemacht? Der TA ist der Meinung, ins Gelenk zu spritzen wäre noch nicht notwendig da das Lahmen und Pulsieren innerhalb der 8 Wochen schon wesentlich besser geworden ist.
15/05/2008, 13:19
Mein Pferd, 5 jährig, hat jetzt zum 2. Mal ein Problem mit dem Hufgelenk (Hufgelenksentzündung, HGE). Ich habe deshalb dazu umfassend recherchiert. Hier für alle Interessierten das Ergebnis meiner Recherchen:

1. eine akute HGE entsteht durch eine Verletzung "Vertreten" auf unebenem Boden, Kanten (Hänger!), tiefem Boden, zu hartem Boden, Bergabreiten. Meist ist Toben im Paddock, auf der Weide oder auch unter dem Reiter der Ursache. Ggf. spielt auch die Konstitution eine Rolle, die HGE soll in den letzten Jahren zunehmend häufig auftreten. Bei der akuten HGE sind auf Röntgenbildern keine Veränderungen sichtbar, gelegentlich ergibt die Untersuchung von Gelenkpunktat Hinweise auf einen Knorpelschaden. Bei röntgenologisch positivem Befund (meist ältere Pferde) handelt es sich um eine Arthrose des Hufgelenks (chronische HGE).

2. Die aktuelle Standardtherapie (akute und chronische HGE) ist: Injektion von Hyaluronsäure in das Gelenk, über die Injektion von Cortison in das Gelenk wird kontrovers diskutiert, ggf. ein NSAID (Enzündungshemmer, ähnlich wie Aspirin),dazu ein je nach Huf-/Hufbein-/Gliedmassenstellung individuell angepasster orthopädischer Hufbeschlag, danach 3-4 Tage Boxenruhe, anschliessend vorsichtiges Anarbeiten im Schritt (ggf. hierfür Sedierung) über Monate. Nur geradeaus auf weichem, federnden, nicht zu tiefem Boden. Keine Wendungen. Kein Paddock, keine Weide, kein Freilaufenlassen. Ausschliesslich kontrollierte Schrittarbeit. Jeder Bocksprung kann in der Schonphase ein Rezidiv bewirken. Der betroffene Pferdebesitzer braucht also viel Geduld und gute Nerven.

3. Die Prognose ist schwer einschätzbar. Nach Durchsicht einer Vielzahl von Erfahrungsberichten von Pferdebesitzern erscheint die Nutzung als Sportpferd jedoch fraglich. Betroffene Besitzer haben in der Regel sehr viel Geduld bewiesen, und es bleibt aber bei einer Vielzahl von Fällen dennoch dabei, dass das Pferd nur sehr eingeschränkt geritten werden kann. In einigen wenigen Fällen wurde eine vollständige Heilung beschrieben, in vielen Fällen eine beschwerdefreie Zeit von bis zu 3 Jahren mit nachfolgender erneuter Problematik. Leider findet man das Problem auch auf der Seite der Schlachtpferderettung, was m.E. für sich spricht. Pferde aus professionellen Händen, die während der Ausbildung dieses Problem zeigen, werden in der Regel ausselektiert, da davon ausgegangen wird, dass die Tiere nicht als Reitpferde geeignet sind.

Alles nicht sehr ermutigend. Gute Erfolge wurden - alternativ - mit einer Blutegeltherapie erzielt. Wichtig ist offenbar, dass eine genügend lange Ausheilzeit angesetzt wird, die beiden, Reiter und Pferd, viel Selbstdisziplin abverlagen. Temperamentvolle Pferde oder kleine "Knallfrösche" sind daher in puncto Heilung benachteiligt.
25/06/2008, 22:34
Alex ,
Hallo,
leider kam ich heute aus der Klinik mit dieser traurigen Nachricht: Hufgelenksentzündung! Jetzt fing die Stute gerade an Fuß zu fassen auf L-Niveau und dann dieses.Allerdings lief sie durch eine falsche Diagnose vom Tierarzt vier Wochen mit dieser Geschichte rum, tobte sogar auf der Wiese. Also genau das falsche für diese Entzündung. Meine Möglichkeiten die Stute zu behandeln sind etwas begrenzt da sie tragend ist. Somit kann ich nur hoffen und viel Geduld aufbringen und mich auf ihr Fohlen freuen und werde dem Pferd die Pause geben, denn wir haben ja alle Zeit der Welt, nur leider ist diese Saison gelaufen.
Also hoffe ich das mein Pferd sich dieses Jahr und dann mit ihrem Fohlen bei Fuß
erholen kann und dieses ätzende Entzündung ausheilen kann.
Wer hat denn das gleiche Problem wie ich und kann wieder reiten?
11/08/2008, 19:44
Daniela Parr,
Mein 15 - jähriger Wallach hat eine Hufgelenksentszündung. wir haben jetzt 2 Behandlungen mit dieser Hyatorolsäure gemacht. Es wird genau in das Hufgelenk gespritzt. Ist für mich das einzige was hilft.
Zur Ergänzung kann man auch Glucosamine geben, hilft die Gelenkschmiere wieder herzustellen.
Daniela
09/03/2009, 10:59
elisa,
Hallo! Ich habe mir vor knapp zwei jahren einen 7jährigen mittlerweile fast neun jahre einen wallach gekauft. Er wurde vor mir Westerngeritten und das habe ich aber kurz danach umgestellt und englisch angefangen. naja, vor einem dreivirtel jahr,fing er an zu lahmen und schonte sein linkes vorderbein sehr, vorallem nach dem reiten! hatte Ihn dann zum Röntgen geschafft und der TA hat auch noch ne Anästhesie gemacht, war dann lahmfrei! kann man auf ein röntgenbild eine Arthrose erkennen? aber der Huf war total i.o. nichts! ja jetzt ist es schon ne weile her, wie soll ich mich verhalten!! der Huf war auch heiß, mal nicht dann wieder!! Gebt mir bitte eínen rat, wie ich mein Pferd wieder richtig fit machen kann(Futterzusatz) oder so oder Hämopathischen sachen.danke
29/03/2009, 20:22
Reichert,
unser 13 jhrg Wallach hat auch Probleme mit HGE. Wir suchen Alternativen zum Hyaluronspritzen( da ja sehr teuer sind) ? Gibt es überhaupt alternativen?
Welche Kosten kommen da auf uns zu? Falls doch eine Huflederhautentzündung das Problem wäre, weiß jemand wie das zu behandeln ist?

@ Daniela Parr können Sie uns evtl mal anmailen? sylvia.reichert@t-online.de
22/12/2009, 11:47
Sandra,
Hallo Leute...
Mein fast 15-jähriger Wallach hat jetzt das 2. Mal im Abstand von 4 Jahren eine Hufgelenksentzündung. Die erste war so heftig, dass er fast 10 Wochen lang gestanden ist, nur mit leichter Schrittarbeit bewegt worden ist.

Jetzt die zweite hat er sich wahrscheinlich durch Vertreten in der Halle zugezogen. Wir sind fast beide auf die Nase geflogen.
Er geht nicht sichtlich lahm, reagiert auch nicht auf Hufzange oder Beugeprobe. Gelenkflüssigkeit ist allerdigs vermehrt und er tut sich vorallem rechts herum in Wendungen schwer (leichtes Ticken).
Behandlung mit Hyaloron ins Futter 1 x täglich sowie Hyaloron in die Vene gespritzt. Gelenksspritze ersmal nicht erfolgt. Teuer ist das ganze schon, aber seiner Sache wert!
Das diese Pferde für den Reitsport nicht mehr tauglich sind stimmt nicht! Ich gehe mit meinem Wallach bis Klasse L/M.
Wenn das Pferd absolut lahmfrei ist, kann man auch mit der langsamen Trabarbeit wieder beginnen. So auch die Ansicht der Tierärzte. Ich halte nichts davon Pferde über Monate hinweg in der Box einzusperren, sie zu sedieren oder ähnliches. Wenn Pferde Schmerzen haben, dann galoppieren sie auch nicht auf der Weide und wenn sie schmerzfrei sind, dann ist ein kontrollierter Hüpfer meist ungefährlicher als ein Buckler wenn der Reiter versucht diesen zu verhindern!

Ihr seht, ich bin auch davon betroffen. Doch ich sehe das Ganze nicht als Urteil sondern lediglich als Schonphase für Pferd und Reiter.
Beitrag schreiben


Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz