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Wladimirer Traktorenpferd

Geburtsland
Europäisches Russland

Ursprünge der Rasse
In die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts fallen schon die Anfänge der Zucht, als Peter der Große (1672-1725) in Gavrilovo-Posad ein staatliches Gestüt einrichten ließ. Ihm gliederte Zar Nikolaj I. (1796-1855) ein Hengstdepot an, das zunächst mit Orlow-Traberhengsten und Hengsten verschiedener Reitrassen besetzt wurde. Um die bäuerliche Zucht eines schweren Zugpferdes zu fördern, wurde 1886 während der Regierungszeit Zar Alexanders III. (1845-1894) damit begonnen, im Zuge der allgemeinen Intensivierung der Landwirtschaft Kaltbluthengste zunächst aus Dänemark einzuführen. Jedoch waren die Ergebnisse unbefriedigend, so dass man sich nach Frankreich wandte, um Ardenner und Percherons zu importieren. Aber auch ihre Produkte entsprachen nicht den Erwartungen der Bauern.
Als man etwa ab 1900 die vorhandene Stutengrundlage mit Clydesdales und ab 1910 mit Shires zu kreuzen begann, gelang erst der Durchbruch der Wladimirer Zucht. Sie verdrängten bald alle anderen Rassen.
1946 erhielt die Zucht ihre staatliche Anerkennung als eigene Rasse; gleichzeitig erfolgte die Namensgebung „Wladimirer Traktorenpferd".
Das Zuchtgebiet des Wladimirer Traktorenpferdes lag ursprünglich in der Landschaft östlich und nordöstlich von Moskau. Mittelpunkt war und ist das Gestüt Gavrilovo-Posad. Seither hat sich die Rasse mehr und mehr ausgebreitet vor allem nach Osten, bis über die Wolga in die Tatarische Republik, und nach Süden.
Trotz ihrer Beliebtheit ist diese Rasse im Rückgang und wird sie wahrscheinlich noch weiter vermindern.

Beschreibung

  • Kopf:
    weist in der Regel ein geringgradig ramsnasiges Profil auf; große und freundschaftliche Augen
  • Exterieur:
    -Hals, stark, gut aufgesetzt und schön getragen
    -Schulter, bemuskelt und genügend schräg gelagert
    -Widerrist gut ausgeprägt
    -Brust, breit
    -Rücken, fest, muskulös und relativ lang
    -Kruppe, lang und breit mit tiefem Schweifansatz
    -Fundament, stark und trocken und korrekt
    -Hufe, gut geformt, groß, rund aus festem, widerstandsfähigem Horn
  • Stockmaß:
    160 bis 165 cm
  • Farbe:
    häufig sind ein kräftiges Rotbraun, auch Kastanienbraun sowie ein Graubraun mit pechschwarzen Gliedmaßen, Mähne und Schweif. Rappen, Füchse und Schimmel sind selten.
  • Interieur:
    fromm, lebhaft und energisch, leistungsbereit und leistungsfähig
  • Einsatz:
    er ist ein kaltblütiges, landwirtschaftliches Arbeitspferd. Er ist vorzüglich im Geschirr: der Wladimirer Hengst Tuman bewegte 1973 bei einen Zugkraftwettbewerb in Tallin eine Last von 29 Tonnen über eine Strecke von 6,73 Meter ! Er ist perfekt geeignet für alle Schritt- und Trabarbeiten in der Landwirtschaft. Er wird auch in der Forstarbeit eingesetzt.Seine Gängigkeit macht es ebenfalls beliebt vor Kutsche und Wagen.
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