Spanischer Bretone
Geburtsland
Spanien
Ursprünge der Rasse
Auch Ceretano oder Hispano Breton genannt, die Rasse ist ursprünglich im Gebiet von Cerdanya entstanden und hat sich von dort mit der Zeit über fast ganz Katalonien ausgebreitet. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und dem dadurch entstehenden Bedarf für ein schwereres, kräftigeres landwirtschaftliches Arbeitspferd begann Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts eine umfangreiche Kreuzung der heimischen Landrassen mit französischen Kaltbluthengsten. Vor allem erwies sich die Verbindung mit dem Postier-Bretonen als besonders gut. Die fortgesezte Paarung der erzielten Produkte untereinander führte bei gezielter Selektion bald zu einer Konsolidierung der Rasse, die nach ihrem Entstehungsgebiet als „Ceretano" bezeichnet wurde. Die Kreuzungsprodukte wurden vor 1940 zur Maultierzucht verwendet. Zwischen 1940 und 1950 holte man außer einigen Ardenner- und Boulonnais-Hengsten noch einmal eine größere Zahl Postier-Hengste ins Land, die sehr zur Vervollkommung der Rasse beitrugen. Leider wurde diese positive Entwicklung durch die unaufhaltsam in alle Bereiche hineindrängende Motorisierung beendet.
Die Reste der früher weit umfangreicheren Rasse ist heute vor allem um Huesca konzentriert, daneben im Rioja-Gebiet, sonst finden sich nur noch kleinere Zuchtinseln im Küstengebiet von Valencia und in Castilla-La Mancha.
Ein mittlerweile in der Cerdanya in Angriff genommenes Programm muss hier noch erwähnt werden. Um die Rentabiltät der Zucht zu steigern hat man begonnen die Hispa Bretô-Stuten zu kreuzen mit hoch im Blut stehenden Reitpferdehengsten, um genau zu sein mit Vollblut- und Araber-Hengsten. Bisher ist das Experiment noch im Anfangstadium. Es wird sowohl von der „Asociación de Criadores del Caballo Hispano Bretón de la Cerdanya" voll unterstützt als auch durch das „Departemento de Agricultura, Ganadería y Pesca de la Generalitat de Catalunya" gefördert. Man darf gespannt sein, ob in der nächsten Zeit auf der Ceretano-Grundlage eine Sportpferde entsteht.
Beschreibung
- Kopf:
wohlproportioniert, trocken; das Profil ist meist gerade, die Augen lebhaft, intelligent, die Ohren kurz und beweglich - Exterieur:
-Hals, kräftig, gut aufgesetzt und getragen
-breite Brust
-Schulter, relativ steil mit nur wenig ausgeprägtem Widerrist
-Gliedmaßen, trocken, kurz
-kurze Fesselung
-Hufe von hervorragender Konsistenz, zäh und unverwüstlich
-Mähnen- und Schweifhaar, dicht und recht grob - Stockmaß:
liegt bei 150-155 cm - Farbe:
am häufigsten sind permanente Braun- und Eisenschimmel, Füchse und Braune. Schimmel oder Rappen sind sehr selten. Abzeichen kommen kaum vor - Interieur:
genügsam, robust, hart, energisch und ausdauernd. Ihr Temperament ist lebhaft, leistungsbereit, fromm und unkompliziert - Einsatz:
nachdem die Rasse aus all ihren früheren Funktionen nahezu völlig durch den Motor verdrängt worden ist, wird sie heute fast nur noch für die Fleischproduktion gezüchtet.
