Schleswiger
Geburtsland
Deutschland
Ursprünge der Rasse
Die Zucht des Schleswiger Kaltblutpferdes hat eine gemeinsame Wurzel mit dem stammverwandten Jüten und dem Holsteiner in dem bodenständigen Landschlag der Kimbrischen Halbinsel.
Ähnlich wie in Hosltein war die Zucht, die im 17./18. Jahrhundert eine recht hohe Blüte erlebt hatte, in den Napoleonischen Kriegen arg mitgenommen worden.
Um der Zucht nach 1815 wieder aufzuhelfen, begann man privat und staatlicherseits Zuchtmaterial aus England zu importtieren. An der Wiege der organisierten Schleswiger-Zucht haben also Englische Vollbluthengste gestanden. Daneben holte das königliche Landgestüt Kolding und private Züchter eine Anzahl Yorkshire-Coach-Hengste ins Land. Aber der entscheidende Wandel in der Zucht brachte den englischen Fuchshengst Oppenheim, der wahrscheinlich ein Shire oder Clydesdale war.
Bis 1939 wurde bestes Zuchtmaterial in größerer Menge aus Jütland eingeführt. Nach 1950, soweit die Schleswiger Züchter zur Warmblutzucht übergingen, versuchten sie, ihr Pferd umzuzüchten auf einen kleineren Typ, der die Konkurrenz mit dem Warmblüter und vor allem dem Fjordpferd bestehen konnte. Zu diesem Zweck erwarb man 1954 in Frankreich einen Boulonnais, Faust und einen Postier-Bretonen, Hasta.
Der Schwerpunkt der heutigen Zucht hat sich von den Marschen Nordfrieslands in den Kreis Segeberg verlagert.
Beschreibung
- Kopf:
groß und schwer, aber dennoch trocken - Exterieur:
-mächtigen Hals
-kompakte und ziemlich schräge Schulter
-kurze und kräftige Rücken
-muskulöse, abgeschlagene Kruppe
-kurze und kräftige Beine - Stockmaß:
zwischen 155 und 165 cm - Farbe:
hauptsächlich Braun- und Fuchsschimmel sowie Braune und Füchse - Interieur:
energisch, beweglich, leistungsbereit, gutmütig, freundlich - Einsatz:
in seiner Glanzzeit stellte er das schwere Zugpferd "par excellence" in Deutschland für Landwirtschaft und Wirtschaft dar. Heute sieht man ihn gelegentlich noch in Brauereigespannen für Reklamezwecke, als Rückepferd in der Forstwirtschaft, bei Freizeitfahren oder im Fremdenverkehr vor dem Planwagen.

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