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Schlesier (Slaski)

Geburtsland
Polen

Ürsprünge der Rasse
Beim Schlesier handelt es sich um die polnische Weiterzüchtung des Schweren Schlesischen Warmblutpferdes Oldenburgisch-Ostfriesischen Typs. Im 13./14. Jahrhundert kamen mit den fränkischen und schwäbischen Kolonisten schwere Ritterpferde ins Land, wodurch der heimischen Rasse mehr Substanz und Kaliber verliehen wurde. Durch mehrere Kriegen, von 1618 bis 1763 erlitten Landwirschaft und Pferdezucht schwere Verluste.
Unter der anschließenden preußischen Herrschaft kam es zu großen Anstrengungen, die Pferdezucht in Schlesien zu heben. 1817 wurde das erste schlesische Landgestüt in Leubus an der Oder. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft ab der Mitte des 19.Jahrhunderts stieg der bedarf für ein schweres, starkes Ackerpferd ständig an, und anstelle der bisher verwendeten zu leichten Hengste kamen ab 1860 schwerere Warmblüter ins Land, darunter Hannoveraner, Holsteiner, Mecklenburger, Oldenburger und Ostfriesen. Erst 1890 wurde Einstimmigkeit über eine Verdrängungszucht mit Oldenburgern und Ostfriesen auf der vorhandenen Grundlage erzielt. 1917 wurde der Schlesische Warmblutzuchtverband gegründet.
Der Schlesier wird im Westen des heutigen Polens gezogen. Die bedeutendsten Gestüte sind Ksiazna (früher Fürstenstein), Strzelece (Friedeberg), Strzegom (Striegau) und Opole (Oppeln).

Beschreibung

  • Kopf:
    relativ klein mit Tendenz zu Ramsnasigkeit.
  • Exterieur:
    -mächtige Karossierhals
    -lange, breite, kräftig bemuskelte Kruppe
    -kurzbeinige Fundament
    -massive Gelenken sowie großen, runden Hufen
  • Stockmaß:
    um 170 cm
  • Farbe:
    überwiegend Dunkelbraun oder Rappe
  • Pflege:
    der stärkere Typ hat einen recht hohen Kraftfutterbedarf
  • Interieur:
    ganz allgemein gilt die Rasse als "todehrlich" und tadelsfrei
  • Einsatz:
    in den Staatsgestüten geht heute die Tendenz mehr in Richtung auf den leichteren Typ, da für den schweren Typ aufgrund der bis in den letzten Winkel fortgeschrittenen Motorisierung keinerlei Aufgaben nachgeblieben sind.
1 Beitrag
24/01/2007, 20:34
Wir sind seit einigen Wochen stolze Besitzer einer fast 4-jährigen Schlesier-Stute. Laut Abstammungsurkunde stammte Sie direkt aus Schlesien. Leider können wir im Netz keine weiteren Infos finden. Unsere Debecja ist noch im Wachstum, hat aber jetzt schon ein Stockmass von ca. 1,74m. Sie ist eine bildschöne Schecke und kinderlieb. Sie ließ sich sehr zügig einreiten und ist sehr leicht zu reiten. Lediglich die Verladung stellt eine echte Herausforderung dar. Angst hat sie keine, sie ist dann nur stur. 45 Minuten muss man mit allen Tricks einplanen. Über weitere Infos und Nachrichten von anderen Schlesier-Besitzern würden wir uns sehr freuen.
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