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Russisches Lastpferd

Geburtsland
Europäisches Russland

Ursprünge der Rasse
Der Russische Kaltblüter ist die kleinste unter den auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion gezüchteten Kaltblutrassen. Er hat sich aus der Kreuzung von vor allem Ardenner-Hengsten sowie einigen Brabantern, Percherons und Orlow-Trabern mit örtlichen Stuten der mittleren Gebiete der Ukraine seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelt. Von Anfang an gab es eine recht systematische durchgeführte Zucht, deren Zentrum zunächst vor allem das Gestüt Dubrowka bei Poltawa bildete.
Ab 1926 wurde ein genauer Plan für die Weiterentwicklung der Rasse erstellt, der zu einer systematischen gestütsmäßigen Zucht in einer Reihe von Staatsgestüten und zahlreichen pferdezuchtbetreibenden Kollektivwirstschaften führte. In den 30er Jahren wurde aus Schweden Ardenner-Zuchtmaterial eingeführt. Nach abgeschlossenem Konsolidierungsprozeß wurde die Rasse 1952 vom Ministerrat der Sowjetunion als eigenständig anerkannt und erhielt den Namen „Russisches Lastpferd".
Bis heute ist das Pferd eine der populärsten Arbeitsrassen der russischen Landwirtschaft. Die wichtigsten Gestüte, in denen die Russische Lastpferdrasse heute gezüchtet wird, sind immer noch Dubrowka in der Ukraine aber auch Perm an der Kama und Schadrinki an der Ostseite des Urals.

Beschreibung

  • Kopf:
    recht klein, edel mit breiter Stirn, geradem oder leicht konkavem Profil, großen Augen und kurzen Ohren
  • Exterieur:
    -Hals, mächtig, eher kurz, gut aufgesetzt und geformt, schön getragen
    -Schulterblatt, lang
    -Brust, tief und breit
    -Widerrist, breit und niedrig
    -Rücken, muskulös, mäßig lang, breit
    -Kruppe, breit, lang, gespalten und abgeschlagen mit tiefen angesetzten Schweif
    -Gliedmaßen, kurz, kräftig, trocken mit kurzen, starken Röhren und massiv ausgebildeten Gelenken
    -Hufe, eher mittelgroß aus festem Horn
    -Mähnen und Schweifhaar, dicht, leicht gewellt und grob
  • Stockmaß:
    147 bis 150 cm
  • Farbe:
    Füchse, Braune und permanente Braun- und Fuchsschimmel. Abzeichen kommen kaum vor
  • Interieur:
    er ist ein wahres „Kraftpaket", ein „Energiebündel".Er hat ein munteres, lebhaftes Temperament und ein frommer Charakter. Er ist leistungsfähig und leistungsbereit. Zu seinen weiteren Vorzügen gehört, dass er unempfindlich ist gegen Witterungsunbilden und sich sehr leicht akklimatisiert
  • Einsatz:
    das Haupteinsatzgebiet ist immer noch die landwirtschaftliche Arbeit vor Pflug und Egge, Schleppe und Wagen. Er ist absolut zugfest und ehrlich und zuverlässig im Geschirr. Innerhalb des Gebietes der früheren Sowjetunion hat er seit den 50er Jahren eine weite Anwendung für die Exterieur- und Leistungsverbesserung regionaler, bodenständiger landwirtschaftlicher Arbeitsrassen gefunden
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