Pottok
Geburtsland
Baskenland (Frankreich und Spanien)
Ursprünge der Rasse
Der Pottok ist in den Zentralpyrenäen beheimatet, im Baskenland, auf der Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Über seine Abstammung ist wenig bekannt, aber es gibt schon Ponys auf prähistorischen Höhlenmalereien im französischen und spanischen Baskenland. Ihre recht primitiven Formen weisen jedoch darauf hin, daß sie bis in die jüngste Zeit keiner gezielten Auslese durch den Menschen unterworfen worden ist. Sicher ist jedoch, daß der Pottok im Laufe der Jahrhunderte immer wieder einmal eine gewisse Zufuhr von Orientalischem Blut erhalten hat.
Jahrhunderte lang mussten die Ponys Schmuggelwaren über die Pyrenäen transportieren und leider auch in Kohlebergwerken ihre Widerstandskraft beweisen. Die rauen Berge haben sie zu trittsicheren und robusten Ponys werden lassen-nur die widerstandsfähigsten unter ihnen konnten dort überleben.
Seit den sechziger/siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat man sie für die aufblühende Ponyreiterei, zunächst in Frankreich, dann auch in Spanien entdeckt. 1971 richtete der inzwischen in Frankreich entstandene Zuchtverband „Association Nationale du Pottok" (A.N.P) ein eigenes Gestütbuch ein und begann mit Hilfe von Prämien und anderen die Zucht fördernden Maßnahmen sowie einer gezielten Selektion seine züchterische Arbeit. 1979 wurde in Espelette ein Ausbildungs-und Trainingszentrum für die Pottoks eingerichtet, aus dem inzwischen zahlreiche Ponies für den internationalen Pony-Spitzensport hervorgegangen sind.
Auf spanischer Seite ist erst 1987 ein Zuchtverband entstanden, die „Asociación des Criadores de Pottoka", die große Anstrengungen unternimmt, die Rasse zu erhalten, zu regenerieren und eine Registrierung des Zuchtmaterials vorzunehmen.
Beschreibung
- Kopf::
gerades, im Augenbereich etwas konkaves Profil; große Augen; kurze, ponyhaftige Ohren - Exterieur:
-Hals, recht stark und nicht sehr lang
-Widerrist, recht hoch
-Schulter, etwas steil und kurz
-Rücken, lang und gerade
-Kruppe, kurz und abschüssig, muskulös mit tiefem Schweifansatz
-Extremitäten, stark und trocken
-Hufe, klein, schmal und sehr hart
-Mähnen und Schweifhaar, stark ausgebildet und buschig - Stockmaß:
120 bis 148 cm - Farbe:
die häufigsten Farben sind Dunkelbraun in verschiedenen Farbabstufungen, dazu Dunkelbraun- oder Fuchs-Plattenscheck. Seltener sind Hellbraun oder Fuchs - Interieur:
lebhaft, energisch,gelehrig, leistungsbereit, fromm und gutmütig - Einsatz:
mittlerweile wurde die Rasse vom Ponysport endeckt, vor allem vom Freizeitsport, für Wanderritte etc., wegen der guten Springanlage der veredelten Exemplare aber auch für den gehobeneren Kinder-Turniersport. Auch in Spanien genießt der Pottok große Beliebtheit als Kinderreitpferd. Vor allem die Scheckfärbung ist gesucht. Sie soll von einem 1935 aus Frankreich importierten Scheckhengst herrühren.

Ich habe selbst ein Pottok-Pony und bin seither von Pottoks "angefressen". Meine Pottok-Stute hat einen starken Charakter. Sie ist auch mit 19 Jahren lernfähig und lernbereit, soweit es sich für sie lohnt (ohne Leckerli als Balohnung läuft nichts). Ich habe die baskischen Ponys in ihrer Heimat besucht, sie leben dort tatsächlich noch halbwild in den Pyrenäen. Auf meiner Homepage habe ich darüber einen Berich geschrieben (http://www.pottok.de/LaRhune_d.htm). Es gibt aber auch Pottok-Gestüte in Spanien und Frankreich und Züchter in der Schweiz. Auf jedenfall ist es eine sehr gesunde Pony-Rasse und noch nicht verzüchtet, solange sie nicht in Mode kommen.