DeutschEnglishFrenchSpanish

Hier geht es zum Pferdemarkt !

Polnisches Kaltblut

Geburtsland
Polen

Ursprünge der Rasse
Die Pferdezucht Polens war der kleine, primitive, dem wilden Tarpan nahestehende Konik, wie er im gesamtem Ostseeküstenraum vorkan.
Erste fremdrassige Einflüsse kamen in Form edler Pferde Orientalischer Abstammung durch Völker aus dem Südosten. Sowohl im polnischen Kernland als auch in den von den Deutschen kolonisierten Gebieten dienten seit dem frühen Mittelalter alle züchtereischen Bestrebungen vornehmlich der Landesverteidigung. Die großen Privatgestüte von polnischen Adel waren zunächst vor allem mit Orientalen besetzt. Später folgten Vollblut und hoch im Blut stehende Halbblüter. Mitte des 19. Jahrhunderts, mit der Intensivierung der Landwirtschaft begann sich die Kaltblutzucht auf dem Gebiet des heutigen Polens auszubreiten. Nach den Befreiungskriegen, 1812-1815, waren die ersten französischen Percherons und Boulonnais nach Ostpreußen gekommen. Ihnen folgten britische Shires und Clydesdales. Mit ihrer Hilfe versuchten die Bauern eine Umzüchtung ihrer auf Kavallerieremontezucht ausgerichteten Stutenstämme in Richtung auf ein ruhigeres, schwereres Arbeitspferd.
1914, nach ein fast ein Jahrhundert währender Streit und eine unbefriedigende Kreuzungsperiode wurde in Königsberg das „Ostpreußische Stutbuch für Schwere Arbeitspferd" gegründet.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges kamen zahllose Kaltblutpferde aus den deutschen Ostgebieten und Polen mit den Trecks in den Westen. Die polnische Regierung war darauf angewiesen, aus den Resten der zurückgelassenen Pferdebestände aller Rassen, die den Krieg überlebt hatten, schnellstmöglich eine neue, funktionierende Pferdezucht aufzubauen. Der Wiederaufbau und die eingeleitete Vereinheitlichung der Zucht wurde hauptsächlich mit Schweden-Ardennern bewerkstelligt.
Heute konzentriert sich die Kaltblutzucht in Hinterpommern, Warmien in Ostpreußen sowie in den Wojewodsschaften entlang den Niederungen von Warthe und Weichsel. Ein Teil der Hengste und Prämienstuten steht in den staatlichen Hauptgestüten.
Alle Kaltblutpferde, Hengste wie Stuten, werden in einem Gestütbuch registriert, dessen erster Band 1964 von dem Polnischen Pferdezüchterverband in Warschau herausgegeben worden ist. Das Polnische Kaltblut bildet zahlenmäßig die größte Pferdepopulation des Landes.

Beschreibung

  • Kopf:
    recht trocken und ausdrucksvoll, mit breiter Stirn, freundlichen, lebhaften Augen und kurzen Ohren
  • Exterieur:
    die Formierung beim Polnischen Kaltblut ist bis heute ausgesprochen uneinheitlich und von der jeweiligen Ausgangsrasse beeinflusst. In seinen geglücktesten Exemplaren ist er dem Schweden-Ardenner ähnlich.
    -gut aufgestzte Hals von mittlere Länge
    -Rumpf, tief am Boden stehend, tonnig und geschlossen
    -gut ausgebildete Widerrist
    -Rücken, stark und kurz
    -breite, abschüssige, muskulöse Kruppe mit tiefem Schweifansatz
    -Extremitäten, kurz und solide
    -Gelenke und Sehnen markant ausgeprägt
    -kurze Röhr- und Fesselbeine
    -vorzüglich geformten harten Hufe
  • Stockmaß:
    148 bis 160 cm
  • Farbe:
    man trifft in der Regel auf Füchse und Braune sowie auf permanente Fuchs- und Braunschimmel
  • Interieur:
    wegen ihres gutmütigen und ruhigen Temperaments können auch weniger geschulte Kräfte problemlos mit ihnen umgehen.
  • Einsatz:
    neben der Arbeitstskraft besteht ein guter Teil der Nutzung des Kaltbluts in der Schlachtfohlenproduktion.
0 Beiträge
Beitrag schreiben


Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz