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Percheron

Geburtsland
Frankreich

Ursprünge der Rasse
Percherons stammen aus einer Gegend namens Le Perche, südwestlich von Paris. Über viele Jahrhunderte war der Percheron ein vorzügliched Kavalleriepferd, das der Remontierung der französischen Armee diente. Wie kaum eine andere französische Pferderasse wurde er in den Epochen der Renaissance und des Barock durch den reichen Adel der Gegend mit kostbaren Orientalischem und Andalusischem Blut veredelt. Wegen ihrer schwungvollen Gänge und ihres kräftigen Exterieurs waren die Percherons die gesuchten Remonten für die schwere Reiterei, die Cuirassiers. Ebenso begehrt waren sie für die Bespannung von Postkutschen, Feuerwehrspritzen und Dienste.
Erst um die Mitte des 19.Jahrhunderts, mit dem Einsetzen der Intensivierung des Ackerbaus, als wegen der immer schwerer werdenden Ackergeräte und landwirtschaftlichen Maschinen, wandelte sich der Percheron von einem eher warmblütig. Geprägten, vielseitigen Trabpferd durch Einkreuzung von vor allem Boulonnais, aber auch Bretonischem und Brabanter Blut in den heutigen schweren Kaltblüter.
Zwischen 1880 und 1920 erlebte die Rasse ihre größe Blüte. Seit 1883 wurde von der „Société Hippique Percheronne“ das Stud Book Percheron“ herausgegeben. 1911 wurde es geschlossen aber nachdem die Percheron-Zucht durch den Motorisierungsprozeß so stark geschrumpft war, dass man um ihre weitere Existenz fürchtete, öffnete man 1966 das Gestütbuch noch einmal.

Beschreibung

  • Kopf:
    fein, gerade mit kleinen Ohren, einer breiten Stirn, großen, intelligent blickenden Augen und großen Nüstern
  • Exterieur:
    -mächtige, muskulöse Hals
    -schräge Schulter
    -gut ausgeprägte Widerrist
    -tiefe Brust
    -kurze und feste Rücken
    -lange, starke Kruppe
    -starke Gliedmaßen mit harten Gelenken und ohne Fesselbehang
  • Stockmaß:
    zwischen 160 und 170 cm. Der stärkste Hengst der Welt soll der Percheron Dr.Le Gear mit einem Stockmaß von 213 cm
  • Farbe:
    Schimmel und Rappen
  • Interieur:
    fromm, gutmütig, energisch
  • Einsatz:
    seit der Ablösung des Pferdes als Zugkraft durch den Motor trifft man ihn jedoch nur noch selten im Geschirr, etwa in Brauerei- oder anderen Geschäftsgespannen zu Reklamezwecken, bei Hengstparaden und anderen Schauen und gelegentlich als Forstpferd. Leider werden sie heute überwiegend als Schlachtpferd gezüchtet. Dadurch wird die Zucht jedoch verschlechtert, denn es wird mehr Wert auf ein ordentliches Gewicht als auf gesunde Gelenke gelegt. 

 

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