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Nordlands-Lyngspferd

Geburtsland
Norwegen

Ursprünge der Rasse
Das Nordlands-Lyingspferd stammt von uralten Ahnen ab. Es ist bei weitem die älteste und zugleich unbekannteste der drei bodenständigen Pferderassen Norwegens. Die Wikinger führten in ihren Drachenbooten auch ihre Pferde mit sich. Sie müssen typmäßig weitgehend mit dem heutigen Nordlandspferd identisch gewesen sein.
Um die Jahrhundertwende fand man das Nordlandspferd nur noch im äußersten Norden von Norwegen bei den Bergbauern. Man verwendete es für alle Arbeiten auf den Höfen, auf dem Felde und im Forst und auch als Reitpferd und als „Shooting Pony" im unwegsamen Gebirge. Die Pferde giingen meistens draußen und ernährten sich während der Winterszeit auf den Inseln und an der Küste von Heidekraut, Moos, Flechten, Salzgräsern.
Nachdem Fjord- und Dole-Pferd das Nordlandspferd fast völlig aus dem Bewusstsein der übrigen norwegischen Bevölkerung verdrängt hatte, stand die Rasse etwa bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges kurz vor dem Aussterben. Der zweite Weltkrieg brachte einen weiteren Rückschlag für die Zucht.
An 1950 jedoch setzte in letzter Minute eine umfassende Aktion ein, das Kulturerbe dieser uralten, urnorwegischen Rasse zu retten. 1967 schlossen sich die Züchter zu einer Züchtervereinigung zusammen. 1968/69 änderte das Landwirtschaftsministerium den Namen Lyingspferd in Nordlands-Lyingspferd. Gleichzeitig wurde die Eigenständigkeit der Rasse staatlicherseits anerkannt. Der einflussreichste Hengst der jüngeren Zuchtgeschichte war der Rimfakse-Sohn Lyngsrauen. Heute gibt es wieder eine stabile Population des Nordlandspferdes. Die Zucht ist über ganz Nordnorwegen verteilt, meist in bäuerlichem Einzelbesitz. Die Rasse findet zunehmend auch innerhalb Schwedens wieder Anhänger. Bis Anfang 1900 wurde sie auch im äußersten Norden Schwedens von den Lappen - meist im Travois oder unter dem Sattel - verwendet.

Beschreibung

  • Kopf:
    klein, mit breiter Stirn, kurzen, spitzen Ohren und weit auseinanderstehenden , lebhaften, intelligenten Augen
  • Exterieur:
    -tief angesetzte, muskulöse, nicht selten etwas kurze und dicke Hals
    -wenig ausgeprägte Widerrist
    -steil gelagerte Schulter
    -starke Rücken
    -kräftig bemuskelte, abschüssige Kruppe mit einem niedrig angesetzten Schweif
    -kurzen, eisenharten, trockenen Gliedmaßen
    -außerordentlich zäher Hufe
  • Stockmaß:
    von 125 bis 140 cm
  • Farbe:
    vielfältig, Füchse mit hellem Langhaar, Rappen, verschiedene Schimmelvarianten, Falben und Isabellen
  • Interieur:
    scheufrei, ruhig, ausgeglichen
  • Einsatz:
    als Reitpferd in allen Disziplinen, unter anderem für Wander- und Distanzritte erfreut es sich heute steigender Beliebtheit. Es wird auch gern im Behindertenreiten und als Therapiepferd eingesetzt.
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