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Muraközi

Geburtsland
Ungarn

Ursprünge der Rasse
Der Muraközi auch Murinsulaner oder Mura oder Hainzen oder Pinkaföi oder Ungarisches Kaltblut, oder Pinkafelder genannt ist die einzige bis heute in Ungarn noch bestehende Kaltblutrasse.
Das Kaltblutpferd hat keine bodenständigen Ahnen in Ungarn. Jedoch schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gelangten kaltblütige Pferde in die an Österreich grenzenden Gebiete von Sopron, Vas und Zala. Ungarischen Bauern und Händler brachten auf der Rückfahrt von Wien häufiger Norischer Pferde mit zurück, da sie aufgrund ihrer größeren Stärke geeigneter waren, schwere Lasten zu bewegen, als die leichten ungarischen Landpferde.
Das Ursprungsgebiet des Murinsulaners waren die südöstliche Steiermark, die Murinsel und das österreichisch-ungarisch-kroatische Länderdreieck.Hier begann man zunächst auf der Grundlage der aus der Kreuzung von Norikern mit dem einheimischen, orientalisch beeinflußten Landschlag entstandenen Mischzucht, mit Importierten von Norfolk Trottern und Percherons zu züchten. Nachdem diese Versuche fehlgeschlagen waren, holte man ab 1883 vor allem belgische Ardenner des leichten Typs ins Land. So entstand der Muraközi.
In 1922 bildeten die landwirtschaftlichen Züchter Züchtervereinigungen und gründeten ein eigenes Zuchtregister und importierten weiteres Zuchtmaterial aus Frankreich und Belgien. Bereits um 1925 gehörte ein Viertel aller ungarischen Pferde der Muraközer Zucht an.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt die ungarische Kaltblutzucht schwerste Schäden. Zwischen 1947 und 1949 führte man erneut belgische und französische Ardenner-Hengste ein, um sie wieder aufzubauen.
Jedoch mit der Motorisierung der Landwirtschaft ist die Kaltblutzucht stark zurückgegangen. Heute ist sie in ihrem Umfang stark reduziert. Die Rasse wird von dem Zuchtverband in Keszthely und dem dort ebenfalls ansässigen Institut für Tierzucht betreut.

Beschreibung

  • Kopf:
    etwas lang; gerades oder leicht konvexes Profil; relativ breit gestellte Ohren; große, ausdrucksvolle freundliche Augen
  • Exterieur:
    er ist muskulös und trocken und erinnert in der Gesamterscheinung an einen leichten Noriker oder mehr noch an einem Ardenner
    -Hals, kurz und kräftig
    -Schultern, muskulös und günstig gelagert
    -Körper, kräftig, bemuskelt
    -Brust, breit und tief
    -Kruppe, etwas kurz, abgeschlagen und muskulös
    -Fundament, stark und korrekt mit wohlbemuskelten Unterarmen und Unterschenkeln, gut ausgeprägten, breiten Gelenken, kurzen, starken Röhrbeinen, kurzer Fesselung
    -Hufe, groß, rund und hart
    -Langhaar, stark ausgebildet, grob und lockig
  • Stockmaß:
    es gibt zwei Typen. Der kleinere Typ überschreitet 155 cm Stockmaß nicht. Der Größere beträgt bis etwa 162 cm
  • Farbe:
    Füchse herrschen vor, meist mit lichter Mähne und lichtem Schweif und Aufhellungen im Röhrenbereich. Braune sind nicht selten. Gelegentlich kommen auch Rappen oder Scimmel vor. Blessen sind häufig, vor allem bei den Füchsen
  • Interieur:
    er besitzt ein ruhiges Temperament und einen frommen Charakter. Seine Merkmale sind seine Handlichkeit und den Arbeitseifer im schweren Zug sowie seine Frühreife und Leichtfuttrigkeit.
  • Einsatz:
    der Mura eignet sich für alle Arbeiten in der Landwirschaft und die meisten anderen Spanndienste.
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