Losino
Geburtsland
Spanien
Ursprünge der Rasse
Die Rasse diente schon lange vor der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Römer und der Goteninvasion als Reitpferd der dort heimischen Reiterkrieger. Es handelt sich um ein Pferd des Tarpantyps, das möglicherweise mit den keltischen Völkerschaften im 11./12. Jahrhundert vor Christi Geburt in den Norden der iberischen Halbinsel gekommen ist. Das Losino-Pferd überlebte die Jahrtausende in den Bergregionen nördlich von Burgos und in dem Gebiet von Vasco. Über viele Jahrhunderte zog der Losino Karren über die Gebirgsstraßen und -wege, fronte in den Minen und Steinbrüchen, trieb Mühlen an und diente als Reitpferd für Reisende, Hirten und Bauern.
Dann viele Jahrzehnte lang hat man die Losino-Stuten vor allem zur Produktion der wegen ihrer Ausdauer und Genügsamkeit berühmten Maultiere der dortigen Gegend verwandt.
Durch die allgemeine Motorisierung und Mechanisierung wurde die Rasse plötzlich überflüssig und durch die leider üblich gewordene Kreuzung mit Hispano Bretons für die Schlachtfohlenproduction waren Mitte der 80er Jahre kaum noch reinrassige Exemplare vorhanden.
Daraufhin wurde 1986 von einigen Liebhabern der Rasse in den Bergen des nördlichen Burgos eine Herde mit den letzten Tieren gesammelt, um die reine Losino-Rasse vor dem Untergang zu bewahren. Mit Hilfe eines Zuchtprogramms bemühte man sich, die Rasse vor zu starker Inzucht zu schützen und zugleich den Bestand wieder zu vergrößern. Die für die Zucht ausgewählten Hengste werden jedes vierte Jahr ausgewechselt, um zu verhindern, daß sie ihre eigenen Töchter decken, die dann in die Herde zurückkehren. Dieser Austausch ist wegen der Kleinheit der Population unbedingt notwendig.
Beschreibung
- Kopf:
relativ lang, recht edel; der Profil, gerade oder leicht konkav; breiter Stirn; kurze und feine Ohren; große, lebhafte und sehr ausdrucksvolle Augen - Exterieur:
-kräftiger Hals
-breite Brust
-lange Schulter
-breiter Rücken
-Kruppe, gerundet und abschüssig mit tiefen Schweifansatz
-kräftig bemuskelte Unterarme
-Vordergliedmaßen wohl formiert, mit gut ausgeprägten, trockenen Gelenken, Röhrbeinen und Sehnen
-Fesseln, eher kurz, dabei kräftig
-Hufe, relativ klein, extrem hart und aus dunklem Horn - Stockmaß:
zwischen 125 und 135 cm - Farbe:
sie ist stets ein Schwarz mit einem im Sommer ganz geringen rötlichen Schimmer. Größere weiße Abzeichen kommen nicht vor, aber auch ganz kleine sind extrem selten - Interieur:
die Losinos erweisen sich als gelehrig, ehrlich, freundlich, und intelligent, bereit zu arbeiten, und das, obgleich sie ein lebhaftes, aktives Temperament und eine rasche Reaktion besitzen - Einsatz:
nachdem das Zuchtprogramm zur Erhaltung der Rasse in Gang gesetzt worden war, stellte sich bald die vorzügliche Eignung des Losino als Reitpferd heraus, wegen seiner Kleinheit vor allem auch für Kinder. Er eignet sich für Dressur und ebenfalls für Ponyspringwettbewerbe. Wegen seiner Trittsicherheit ist er besonders beliebt für Geländeritte oder Ponytrekking.
