Litauisches Warmblut
Geburtsland
Litauen
Urspruenge der Rasse
Mit Sicherheit gehoerte die litauische Urrasse dem Kleppertyp des gesamten Ostseegebietes an, hervorgegangen aus dem autochthonen Wildpferd des Waldtarpantyps.
Nach den polnisch-litauischen Teilungen in der zweiten Haelfte des 18. Jahrhunderts strahlten die Zuchten der okkupierenden Maechte Russland und Preussen auf die litauische Pferdezucht aus. Massnahmen zur Foerderung der Pferdezucht wurden nach 1850 vorgenommen. Jedoch erst nach dem Ersten Weltkrieg nachdem Litauen unabhaengig geworden war zeigten die Importe von Oldenburger-, Ostfriesischen und Groninger-Hengsten poitive Ergebnisse. Spaeter, ab den 30er Jahren verbesserte man die Zucht noch mehr und damals, begruendeten die Oldenburger-Hengste Germino, Bank, Siero und Gothenfuerst wichtige Linien.
Durch die Zweite Weltkriegsereignisse wurde die Zucht stark dezimiert und waehrend der sowjetischen Herrschaft, die bis 1990 andauerte erfolgte ein planmaessiger Wiederaufbau der Zucht. Seitdem hat ein allgemeiner Trend in Richtung eines dem westeuropaeischen Warmblut nahen Sportpferdes eingesetzt, den man durch den Import von Hengsten besonders aus den Niederlanden und Deutschland zu foerdern sucht.
Beschreibung
- Kopf:
meist geradem Profil - Exterieur:
-gut angesetzte, kraeftige Hals mit einer ausreichender Laenge
-breite, massive Schulter
-Widerrist, lang, nicht sehr hoch aber breit
-Ruecken etwas lang
-Kruppe, gut bemuskelt
-Fundament, trocken mit kraeftigen Gelenken und kurzen Roehren
-stabilen Hufen - Stockmass:
160 bis 165 cm - Farbe:
am haeufigsten kommen Braune sowie Fuechse vor - Einsatz:
beim Litauischen Warmblut gibt es drei Typen: einen sogennanten Grundtyp, einen etwas schweren Typ und einen edleren, leichteren mehr sportiven Typ, der in juengster Zeit deutlich zunimmt und sich wohl durch eine Einkreuzung von westeuropaeischen Warmblut bald dem allgemeinen Typ der Internationaleln Warmbluts angleichen wird.
