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Lettische Pferderasse

Geburtsland
Lettland

Ursprünge der Rasse
Der Erste Weltkrieg und die Revolutionswirren schlugen der Letttischen Pferdezucht schwere Wunden. Fast alle brauchbaren Pferde wurden von den einander bekämpfenden weißen und roten Armeen rücksichtlos ausgehoben.
Im Laufe der 20er Jahre bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden viele Pferde importiert, größtenteils aus Westeuropa. Es kamen Vollblüter und Traber, Oldenburger, Ostfriesen, und Groninger, Trakehner, Ardenner und Belgier ins Land und eine größere Zahl Estnischer Klepper.
Mit der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft stieg die Nachfrage nach einem großen, starken, zugleich energischen und gängigen Warmblutpferd kontinuierlich. Eine obligatorische Hengstprüfung wurde eingeführt und ein Gestütbuch für das Lettische Warmblut eingerichtet.
Großen Einfluß erlangte das im Jahre 1921 bei Talsen errichtete Gestüt Okten auf die Landeszucht. Dort wurden während der Zeit seines Bestehens Hengste des Schweren Warmbluts gezüchtet, die eine Reihe von Blutlinien begründeten . 1925 wurde ein zweites Staatsgestüt gegründet: Swetziems und widmete sich vor allem der Heranbildung des Reit- und Sporttyps des Lettischen Warmbluts. Die meisten Hauptbeschäler und Mutterstuten wurden in Mecklenburg und Hannover eingekauft. Die wichtigste Stammhengste waren Altmeister und Alwin aus der Adeptus-xx-Linie und Bujar aus der Schwabenstreich-Linie.
Der Zweite Weltkrieg richtete in der Lettischen Pferdezucht schwerste Schäden an. Jedoch in der Zeit der Sowjetherrschaft zwischen 1945 und 1990 erfolgte in zahlreichen kollektivierten, verstaatlichen Betrieben ein zügiger Wiederaufbau der Lettischen Warmblutzucht.
Seit 1950 werden in Lettland Hengst- und Stutenleistungsprüfungen durchgeführt.
Seit 1990 haben verschiedentliche Importe von Hengsten der modernen westeuropäischen Warmblutrassen zur Veredlung und Modernisierung der Zucht stattgefunden.
Die besten Lettischen Warmblutpferde sind in den Gestüten Burnieke, Uzvere, Tervete und Zilani Kirgi sowie im Institut für Tierzucht in Sigulda konzentriert. Es besteht ein eigenes Gestütbuch für Lettische Warmblutpferde.

Beschreibung

  • Kopf:
    eher groß; gerades oder leicht konvexes Profil; große und freundliche Augen; recht lange Ohren
  • Exterieur:
    entsprechend seiner Zuchtgeschichte ist das Lettische Warmblutpferd vom Schwerem Warmblut geprägt
    -Hals, gut geformt und aufgesetzt, kann etwas stark entwickelt sein
    -Schulter, günstig gelagert
    -Brust, breit und tief
    -Widerrist, deutlich markiert und kräftig bemuskelt
    -Kruppe, breit und wohlbemuskelt
    -Gliedmaßen, trocken, korrekt gestellt, stabil mit soliden, breiten Gelenken, kurzen Röhren und festen Hufen
  • Stockmaß:
    162 bis 165 cm
  • Farbe:
    die meistverbreiteten Farben sind Braun, Dunkelbraun, Rappe und Fuchs, öfter mit größeren weißen Abzeichen
  • Interieur:
    das Pferd besitzt ein energisches, doch ausgeglichenes Temperament und einen ehrlichen, umgänglichen Charakter
  • Einsatz:
    er eignet sich für alle Spanndienste in Landwirtschaft und Wirtschaft sowie für den Reitsport , vor allem im Springen. Man unterscheidet drei Typen: den bisher angestrebten.
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