Kladruber
Geburtsland
Tschechien und Slowakei
Ursprünge der Rasse
1579 wurde in Kladrub im tschechischen Böhmen ein kaiserliches Gestüt gegründet, das heute das älteste große Gestüt der Welt sein soll.
Die Kladruber Pferde sind hervorragende Fahrpferde, deren imposantes Äußeres sie zu begehrten Kutschpferden des Adels machte. Man sieht den Schimmel und Rappen ihre barocke Herkunft deutlich an: Die Schimmel stammen alle von einem italienischen Rapphengst namens Pepoli ab, dessen berühmter Sohn Imperatore die Schimmellinie begründete; die Rappen gehen auf einen Hengst italienischer Abstammung namens Sacramoso zurück, der im Salzburger Land geboren wurde. In jüngerer Zeit wurde auch ein Friesenhengst zur Zucht verwendet.
Die Kladruber-Schimmel waren traditionell die Kutschpferde der Könige, während die Rappen von den kirchlichen Herrschern eingespannt wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nach dem Niedergang der tschechischen Monarchie, verlor sich auch das Interesse an den herrschaftlichen Kladrubern. Sie wurden so selten, dass sie von den Vereinten Nationen unter Schutz gestellt wurden.
Die Zucht erfolgt, nach Farben getrennt, immer noch in dem ehemaligen Hof- und heute tschechischen Nationalgestüt Kladrub. In Kladrub befindet sich die Schimmelherde. In seiner Dependance Slatian nahe Chrudim, stehen die Rappen.
Beschreibung
- Kopf:
langen, ramsnasigen Kopf - Exterieur:
-relativ kurz, hoch getragene Hals
-lange Rücken
-runde Kruppe
-hoch angesetzte und getragene Schweif
-lange und muskulöse Beine - Stockmaß:
160 bis 170 cm - Farbe:
ausschließlich Schimmel und Rappen - Interieur:
sie zeichnen sich durch ein feuriges, energisches Temperament und einen noblen, gutartigen Charakter aus. - Einsatz:
der moderne Kladruber ist kleiner und eleganter als sein Vorfahre, behielt aber sein nobles Wesen und Exterieur und eignet sich hervorragend als Fahrpferd.
