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Kisbéri

Geburtsland
Ungarn

Ursprünge der Rasse
Der Kisbéri entstand nach 1853 in dem südlich Budapest gelegenen Gestüt Kisbér. Während der ersten 10 Jahre des Bestehens wurden dem Gestüt insgesamt 317 Stuten zugeführt, von denen Araber, englisches und irisches Halbblut, Norfolk Trotter, Mecklenburger, Lipizzaner und Percheron waren. 108 Vollblut-Stuten, meist sehr geringer Klasse kamen dazu.
In der Vollblut-Zucht lieferte der in England 1857 gezogene Buccaneer zahlreiche hervorragende Nachkommen, darunter Derbysieger, deren wichtigster der 1873 geborene Kisbér. Ähnlich positiv vererbte sich auch der von der englischen Königin gezogene Cambuscan.
Auch in der Halbblutzucht haben beide Hengste hervorragendes geleistet. Aber der bei weitem beste Beschäler wurde der französische Hengst Verneuil xx. Seine Anpaarung mit Vollblut-Töchtern beinhaltet das Zuchtprinzip der Kisbérer-Zucht. Seit dem Jahre 1870 wurde ausschießlich hochklassiges englisches Halbblut gezüchtet. Die fortgesetzten Einimpfungen von Vollblut bester Qualität formten das Kisbérer Halbblut vollkommen um. Um die Jahrhundertwende war der Begriff „Kisbérer Halbblut"mit einem schönen,rahmigen, edlen, im englischen Halbbluttyp stehenden Pferd. Die Rasse lieferte gesuchte Offiziersreitpferde, daneben leichte, schnelle Luxus-Reit- und -Kutschpferde.
Nach 1920 wurden in Kisbér zum erstenmal statt der bisher ausschließlich eingesetzten Vollblut-Hengste auch Halbbluthengste, Furiosos aus Mezöhegyes, Ostpreußen und Hannoveraner verwendet.
Seit 1989 wird der Kisbéri nur noch in dem zum Staatsgut Balatonfenyves gehörenden Gestüt Pusztaberény am Plattensee und in ganz geringem Umfang im Gestüt Kadkert gezüchtet.
Hengstanwärter und für die Zucht vorgesehene Stuten müssen erfolgreich einen Test auf Gebrauchseigenschaften durchlaufen haben, ehe sie ins Gestüt einrangiert werden. Die Betreuung der Rasse erfolgt durch den Zuchtverband „Kisbéri-félvér es Gidrán Lótenyésztö Országos Egyesület" in Budapest.

Beschreibung

  • Kopf:
    edel, trocken mit geradem Profil, beweglichen Ohren und großen, lebhaften Augen
  • Exterieur:
    -Hals, schön geschwungen
    -markante Schulter-Widerrist-Partie mit einer ausgezeichneter Sattellage
    -tiefe Brust
    -kurze Rücken
    -leichten Gliedmaßen von großer Trockenheit und Härte
    -kleinen Hufe, gut geformt und hart
  • Stockmaß:
    160 bis 165 cm
  • Farbe:
    am häufigsten sind Fuchs oder Braun in verschiedenen Tönungen, teils mit weißen Abzeichen. Rappen oder Schimmel sind selten
  • Interieur:
    hart, ausdauernd, leistungsfähig aber sein nicht selten etwas nerviges, nicht ganz einfaches Temperament macht ihn nicht unbedingt zu einem „Jedermannspferd".
  • Einsatz:
    der Kisbéri ist ein vielseitig verwendbares Reitpferd für alle Disziplinen des Turniersports, mit besonderer Eignung für Geländeritte, Jagden und Distanzritte, außerdem ein gängiges Wagenpferd. Kisbéri-Hengste dienen in Ungarn auch zur Veredlung anderer Halbblutrassen.
2 Beiträge
15/11/2008, 21:36
Hermann Rendelmann,
Hallo, wer hat Erfahrungen mit Kisbéri?
Ich habe eine Kisbéri-Stute geerbt, und zwar von dem einzigen weiblichen Mitglied der ungarischen Springreiter-Nationalmanschaft (ca. 1970). Ich habe die Stute 3-jährig, praktisch als Wildpferd bekommen. Jetzt hat die Stute eine "Grundausbildung" genossen, so dass ich sie zum Wanderreiten nutzen kann. Mehr geht noch nicht, obwohl die ganze Verwandschaftslinie namhafte Springreitpferde sind. Es geht noch nicht mehr, weil ich zu mehr noch nicht in der Lage bin. Ich bin auch Anfänger, (durch die Erbschaft ins kalte Wasser geworfen).
Meine Fragen: Wann ist der beste Zeitpunkt, diese Stute (jetzt 5-jährig) decken zu lassen und wohin wende ich mich damit am besten.

25/08/2009, 12:13
i. buhr,
Herr Rendelmann, bitte rufen Sie mich anTel 0170-5480890.Danke I. Buhr
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