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Jütländer oder Jüte

Geburtsland
Dänemark

Ursprünge der Rasse
Über viele Jahrhunderte war der Jütlander das wichtigste Arbeitspferd Dänemarks. Wahrscheinlich entstanden die ersten dänischen Kaltblutpferde schon vor mehr als 1000 Jahren. Sie waren bereits damals grosse und starke Pferde und wurden noch mehr auf Grösse gezüchtet, als für die grossen Ritterheere des Mittelalters schwere, starke Pferde gebraucht wurden, die einen Ritter mitsamt seiner Rüstung und seine Waffen in den Kampf trageen konnten.
Nach den Napoleonischen Kriegen suchte die dänische Krone mit Hilfe des königlichen Landgestüts Kolding an der jütischen Ostküste die Zucht zu verbessern. Dort stellte sie eine grössere Anzahl von Cleveland Bay-und Yorkshire Coach-Hengsten auf. Von den letzten hat sich der 1846 importierte Bay Beckingham als züchterisch besonders wertvoll erwiesen. Sein Urenkel Grantorp 215 galt zu seiner Zeit als bester Vertreter der Jütischen Rasse. Durch den Einfluss der Coacher erhielt der Jütländer eine gewisse Drahtigkeit und ein vorzügliches Gangvermögen, wodurch er sich bis heute vorteilhaft von vielen anderen Kaltblutrassen unterscheidet.
Zwischen 1862 und 1869 wurde der Grundstein der modernen Jütischen Zucht durch eine ganz zufällige und höchst heterogene Kreuzung gelegt: der entscheidende Wandel vollzog sich als der Pferdehändler Louis Oppenheimer einen Fuchshengst importierte und nach Dänemark weiterverkaufte. Dieser Hengst, der auch den Name Oppenheim erhielt, war 1959 in England geboren und man kann mit recht hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass Oppenheim ein Shire gewesen ist. Er begründete mit der Yorshire Coach-Stutengrundlage, in einer völlig heterogenen Paarung die wichtigste Hengstlinie der Jütischen Zucht.
Der Sitz des verbandes ist Aahrus. Hier liegt auch die Gestütbuchführung. Die jährliche hengstkörung findet in Randers statt, Stuten- und Fohlenschauen verteilen sich über das Land.

Beschreibung

  • Kopf:
    hübsch, nicht zu schwer, mit geradem Profil, breiter Stirn und munteren, intelligenten Augen
  • Exterieur:
    -gut aufgesezte, getragene, kräftig bemuskelte Hals
    -breite und tiefe Brust
    -kurze, starke Rücken
    -muskulöse, abschüssige, gespaltene, abgerundete Kruppe
    -korrekt gestellte, nicht zu kurze, trockene Gliedmassen mit klar markierten Sehnen und Gelenken und stabilen, offenen, runden Hufen
    -Ein Behang ist vorhanden mit reichlich ausgebildetes lockiges Langhaar
  • Stockmass:
    155 bis 162 cm
  • Farbe:
    Füchse in verschiedenen Abstufungen mit lichtem Langhaar und Behang sind vorherrschend, Braune, Dunkelbraune und Rappen sind heute selten geworden. An Abzeichen sind Blessen sehr verbreitet
  • Exterieur:
    aufgeweckt, angenehm, ruhig und doch lebhaft, sehr leistungsbereit und leistungsfähig
  • Einsatz:
    er lässt sich als ein vielseitig verwendbares Freizeitpferd einsetzen, das sich vor allem für Kutsch- und Planwagenfahrten eignet. Beliebt is der Jütländer auch als Brauereipferd, eine Tradition, die vor allem die Carlsberg-Brauerei in Kopenhagen seit 1928 aufrecht erhält. Hauptsächlich jedoch findet man ihn bis heute in der Forstwirtschaft un in Baumschulen sowie in der alternativen Landwirtschaft.
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