Hispano-Araber
Geburtsland
Spanien
Ürsprünge der Rasse
Erste Kreuzungen von Orientalen und Iberischen Pferden fanden nach der Eroberung Granadas und dem Abschluß der Reconquista statt. Man strebte damit die Erzeugung von edlen, schnellen, ausdauernden Pferden für die berittenen Truppen des spanischen Heeres an. Auf diesen Pferden machten man die ligurische Kavallerie, die sogennanten "Cazadores", beritten, aus denen später die spanischen Dragoner hervorgingen. Maßgeblichen Anteil hatten Pferde Hispano-Arabischer Rasse an der Eroberung Latein-Amerikas.
Am bekanntesten wurde der Hispano-Araber als Militärremonte in aller Welt. England, Frankreich und Österreich importierten Pferde dieser Zucht in großer Menge. Ihren züchterischen Höhepunkt erlebte die Hispano-Araber-Zucht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die Zucht ist heute nicht mehr sehr umfangreich, doch ist sie über ganz Spanien verbreitet und es besteht ein eigenes Gestütbuch der Rasse für ganz Spanien.
Beschreibung
- Kopf:
edel, leicht, mit orientalischem Überguß und geradem oder leicht konkavem Profil; große und ausdrucksvolle Augen; breite Stirn; sehr bewegliche Ohren; feine Maul-Nüstern-Partie. - Exterieur:
-schön geschwungene, aufgesetzte, getragene und kräftig bemuskelte Hals mit leichtem Genick
-breite und tiefe Brust
-gut ausgeprägte Widerrist
-kurze und breite Rücken
-wohlgerundete, gerade, nicht selten horizontale, bemuskelte Kruppe
-mäßig langen Gliedmaßen mit breiten, trockenen Gelenken, deutlich markierten Sehnen und elasticher Fesselung
-gut geformte Hufe von mittlerer Größe. - Größe:
von 155 bis 165 cm - Farbe:
am häufigsten sind Braune mit wenig Abzeichen und Schimmel - Interieur:
freundlichen, umgänglichen Charakter, sehr lebhaftes Temperament und hohe Leistungsbereitschaft. - Einsatz:
er ist ein vielseitiges Allroundpferd, robust und hart, gleich gut geeignet unter dem Sattel wie im Geschirr.
