Highland-Pony
Geburtsland
Schottland
Ürsprünge der Rasse
Diese Rasse hat sehr alten Wurzeln. Wahrscheinlich stammt es in direkter Linie vom Keltischen Pony ab, das bereits kurz nach der letzten Eiszeit das schottische Hochland besidelte. Dennoch hat es mit diesem Urahn nicht mehr allzu viel gemein, denn seine heutige Erscheinung ist geprägt von den zahlreichen Einkreuzungen von Arabern, Clydesdales und norwegischen Fjordpferden, die über die Jahrhunderte vorgenommen wurden. Die Zucht der Highlandponys wurde bereits im 16.Jahrhundert von den Herzögen von Atholl gegründet. Der bedeutendste Stempelhengst der Highland-Zucht gegen Ende des 19.Jahrhunderts war wohl der 1881 in Lochaber geborene Schimmelhengst "Herd Laddie", der ab 1887 im Gestüt Atholl wirkte und von dort aus die gesamte Highland-Zucht prägte.
Seit 1923 sorgt die "Highland Pony Society" für eine planmäßige Zucht und betreut das Gestütbuch.
Beschreibung
- Kopf:
edle und klein mit breiter Stirn, weitauseinanderstehenden, großen, intelligenten, meist dunklen Augen; weite Nüstern und kurze Ohren; gerade, gelegentlich leicht konkave Profil. - Exterieur:
-schön geschwungene Hals
-breite und flache Widerrist
-kurze, starke Rücken
-breite, abschüssige Kruppe mit tief hinabreichenden langen Sitzbeinmuskeln und tiefem Schweifansatz
-stämmige, kurze Gliedmaßen
-runden, offenen Hufen aus dunklem, außerordentlich hartem Horn. - Stockmaß:
138 bis 148 cm - Farbe:
dominierend ist die Falbfarbe in verschiedenen Schattierungen von Mausfalb bis Braunfalb. Charakteristisch ist vor allem eine leuchtende Goldfalbfarbe. Etwas weniger häufig sind Schimmel. Braune und Rappen sind in der Minderzahl. - Interieur:
er gilt als intelligent, gelehrig und leistungbereit. Er besitzt ein energisches, eifriges Temperament, jedoch einen nicht ganz einfachen, empfindsamen Charakter. Er ist Fremden gegenüber reserviert, gelegentlich mißtrauisch und verträgt absolut keine ruppige Behandlung. - Einsatz:
er wird in zunehmendem Maße in der Freizeitreiterei und im Tourismus eingesetzt, zum beispiel für Trailritte. Außerordentlich beliebt ist er als "Shooting-Pony" bei der Pirschjagd und der Ansitzjagd vom Sattel aus auf Rotwild, Moorhuhn etc., sowie zum Abtransport des erlegten Wildes aus dem weglosen Bergland. Die "Forestry Commission for Scotland" verwendet Hochlandponies für die Arbeit im Wald, vor allem für das Stämmerücken in den Bergen und den Holztransport zu Tal. Highland-Kreuzungen mit Vollblut liefern auch ausgezeichnete Hunter für die Jagd hinter den Hunden.
