Hackney
Geburtsland
England
Ursprünge der Rasse
Die eigentliche Zucht der Hackney begann zu Anfang des 18.Jahrhunderts auf der Basis der beiden Zugpferderassen Yorkshire Trotter und Norfolk Roadster sowie dem Begründerhengst Original Shales, einem Urenkel des berühmten Darley Arabian.
Die schnelltrabenden Wagenpferderassen erlebten ihre Blüte in England seit dem Ende des 18.Jahrhunderts bis zum Aufkommen der Eisenbahn. Sehr bald war nur noch Bedarf für den innerstädtischen Kurzstreckenverkehr und für elegante, ins Auge fallende Luxus-Schaugespanne. Durch den steigenden Wohlstand, bewirkt durch die Industrielle Revolution und die Ausdehnung des Empire, stieg der Bedarf für Luxusgüter, also auch für elegante Kutschpferde zur Demonstration des neuerworbenen Reichtums.
1883 wurde auf einer nach Norwich einberufenen Züchterversammlung die „Hackney Horse Society" aus der Taufe gehoben. Ab 1885 wurde regelmäßig ein Gestütbuch veröffentlicht.
Der Norfolk Roadster und später der Hackney haben weltweit einen großen Einfluß au die Zucht eleganter Wagenpferde ausgeübt.
Die Hackney-Zucht ist heute über die gesamten Britischen Inseln verbreitet. In vielen außerbritischen Ländern bestehen eigene reinrassige Zuchten, so zum Beispiel in Südafrika, Australien, den USA, Kanada, Argentinien, Uruguay und Japan.
Beshreibung
- Kopf:
fein, edle mit nur hauchzart angedeutet nach innen gewölbter Nasenlinie, mit großen, ausdrucksvollen Augen - Exterieur:
-recht kurzer, steil getragener Hals
-muskulöse Schulter
-kräftige Hinterhand
-hervorragende Ellbogenfreiheit, die in Verbindung mit dem Traberwinkel die enorme Vorderbeinsaktion des Hackneys ermöglicht
-relativ lange Unterarme und Unterschenkel sowie Röhrbeine vorn und hinten
-lange, oft etwas steile Fesselung
-recht großen, hohen, steilen, allerdings oft auch recht lang belassenen Hufe - Stockmaß:
150 bis 160 cm - Farbe:
Braune, Hellbraune, Dunkelbraune, Rappen und recht viele Füchse. Große Blessen und hohe weiße Abzeichen an den Gliedmaßen sind sehr verbreitet. Auch Stichelhaar ist, vor allem bei den Füchsen, häufig - Interieur:
der Hackney besitzt ein lebhaftes, energisches Temperament und einen gutartigen, kooperativen Charakter. Sein Auftreten soll von einer gewissen Eitelkeit, einen koketten sich IN-Szene-Setzen und feuriger Gehlust gekennzeichnet sein. - Einsatz:
der moderne Hackney ist ein leichtes, hochelegantes Schau-Wagenpferd, ein edel geschnittenes Paradepferd für Turniere. Die einstige Gebrauchsrasse ist zu einer reinen Luxusrasse auf Schaueffekte veredelt worden. Der praktische Gebrauchswert ist dadurch stark eingeschränkt. So eignet sich der Hackney wegen seines aufwendigen, kräftezehrenden Trabes und des oft unzureichend bodendeckenden Schritts nur bedingt für die modernen internationalen Fahrprüfungen. Die „Hackney Horse Society" hält ihre jährliche Schau jeweils im Juni in Verbindung mit der „South of England Agricultural Show" in Ardingly, Sussex, ab.
