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Giara

Geburtsland
Italien

Ursprünge der Rasse
Es handelt sich um eine lokale Rasse Sardiniens. Die Rasse ist mit Sicherheit viele Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende alt, doch liegen ihre Anfänge im Dunkeln. Die ersten schriftlichen Nachrichten über den Giara datieren erst aus dem Jahre 1845. Die Bauern der Gegend haben ihn seit alten Zeiten als Saum- und Reitpferd sowie im leichten Zug verwendet.
Nachdem die alte Rasse bis weit ins 20. Jahrhundert hinein relativ unbehelligt und unbeeinflusst durch den Menschen gelebt hat und auch wenig von Meliorationskreuzungen betroffen war, ist sie heute akut durch Waldrodungen und den Massentourismus vom Aussterben bedroht.
Die zahlenmäßig nur kleine, lokale Rasse des Giara lebt in halbwilden Herden auf dem etwa 600m über dem Meeresspiegel liegenden Hochland von Giara, dem er seinem Namen verdankt.

Beschreibung

  • Kopf:
    kantig, recht starke Ganaschen; Nasenlinie, gerade; Ohren, kurz; Augen, unruhig, feurig
  • Exterieur:
    -dicke Hals
    -Schulter, steil gelagert
    -Widerrist, wenig ausgeprägt
    -kurze Rücken
    -schmale Kruppe, spitz und abgeschlagen, mit tiefem Schweifansatz
    -kleinen, schmalen Hufe, extrem hart
    -üppige Mähne und Schweif
  • Stockmaß:
    125 bis 132 cm
  • Farbe:
    kräftiges Mittel- bis Dunkelbraun, gelegentlich kommen auch Rappen oder Dunkelfüchse ohne Abzeichen vor.
  • Interieur:
    er ist sehr genügsam, anspruchlos, robust. Leider gilt er temperamentsmäßig als nicht einfach. Er ist lebhaft bis zur Nervosität. Sein Charakter ist eher misstrauisch und schwierig. Bei nicht sachgemäßer Behandlung neigt er zur Widersetzlichkeit
  • Einsatz:
    eine Ausnutzung der Giaras im Rahmen des Tourismus, zum Beispiel für Wanderritte oder Kutschfahrten auf der Insel, ist wegen des Charakters und des nervigen Temperaments kaum zu erwarten.
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