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Garrano

Geburtsland
Portugal

Ursprünge der Rasse
Das Zuchtgebiet der Garrano-Population ist der Norden Portugals. Der Garrano ist en recht edler, leichter Ponytyp mit uralten Ahnen. Dr. Ruy d´Andrade, der große portugiesische Hippologue, stellte anhand umfangreicher Forschungen fest, dass der Garrano vom Typ her in eine Gruppe mit dem älteren der beiden Ponytypen Europas gehört. Dieser Ponytyp wanderte während der Eiszeit nach Südwesteuropa ein. Es ist so, dass die iberischen Ponyrassen des Asturcón, des Pottok, des Gallego, der Jaca Navarra und des Losino , ebenso die italienische des Bardigiano, die französischen des Mérens und des Landais und die britischen Mountain- und Moor-ponies einen gemeisamen Ursprung haben. Nur, im Laufe der Jahrtausende unter dem Einfluß der mehr oder minder häufiger Einkreuzungen fremden Blutes haben sie sich alle gewandelt und typmäßig auseinanderentwickelt.
Bei dem Garrano von heute ist außer den keltischen Einflüssen, auch Orientalisches Blut deutlich erkennbar, dass ihm seit der maurischen Besetzung der iberischen Halbinsel bis in die jüngste Zeit immer wieder zugeflossen ist.
Die Garranos vermischten sich entlang der Grenzen ihres Habitats mit den Sorraias und waren eine der Wurzel für die Entwicklung der Pura Raza Espanola.
Viele Jahrhunderte war der Garrano der ideale Wirtschaftspony der Bergbauern, aber durch die sich überall ausbreitende Motorisierung ist er jedoch fast arbeitslos geworden, und seine Bedeutung ist stark zurückgegangen. Leider scheint auch die Tradition der früher sehr beliebten Töltrennen, für die die Ponies eigens abgerichtet werden mußten, da sie keine ausgeprägten Naturtölter sind, im Schwinden begriffen zu sein.

Beschreibung

  • Kopf:
    nicht sehr groß, mit leicht konkavem oder geradem Profil und breiter Stirn; große Augen; kurze Ponyohren
  • Exterieur:
    -Hals, gerade, kräftig und ausreichend lang
    -Schulter, steil gelagert
    -Brust, breit und tief
    -Rücken, etwas lang und eingesattelt
    -Rumpf, breit und tonig
    -Kruppe, abfallend und kräftig bemuskelt mit tiefer Schweifansatz-Extremitäten, leicht jedoch trocken und hart mit ausgeprägten Gelenken und Sehnen, gut geformten Gelenken und Hufen
  • Stockmaß:
    zwischen 120 und 132 cm
  • Farbe:
    Braun oder Dunkelbraun, auch Rappe
  • Interieur:
    fromm, willig, munter, eifrig
  • Einsatz:
    außer unter dem Packsattel wird er auch als Hirtenpferd für die Schafherden sowie im Geschirr vor dem Karren und für leichte Spanndienste in der Landwirtschaft genutzt. Leider scheint auch die Tradition der früher sehr beliebten Töltrennen, für die die Ponies eigens abgerichtet werden mußten, da sie keine ausgeprägten Naturtölter sind, im Schwinden begriffen zu sein.
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