Esperia-Pony
Geburtsland
Italien
Ursprünge der Rasse
Der Name der Rasse deutet auf die Gegend um Esperia hin. Ihr Verbreitungsgebiet sind die Monti Lepini, ein Mittelgebirgszug, dessen höchste Erhebungen etwa 1500 m über den Meeerespiegel ist.
Vom Typ und der Gesamterscheinung erinnert der Esperia-Pony an andere bodenständige Rassen rund um das westliche Mittelmeer, in den Pyrenäen und anderen Bergregionen, wie den Pony des Landes, den Ariégois, den Asturcón, den Losino, den Garrano, den Giara und den Bardigiano, die alle eine gewisse Verwandschaft miteinander zeigen, auch wenn sie über die Jahrtausende jeweils anderen Einflüssen unterworfen waren.
Seit vielen Jahrhunderten, und bis in der zweiten Hälfte des 19. und auch am Anfang des 20. Jahrhunderts diente er immer noch als Säumer und für die Ackerarbeit in den Ausläufern der Berge von Lepini, Ausoni und Arunci. Mit dem Einsetzen der Landflucht in den zwanziger Jahren ging die Zahl der Ponies sehr zurück. Trotzdem hat die Rasse den Vormarsch der Zugmaschinen und die allgemeine Industrialisierung in ihrer „Nische" überlebt.
In Italien ist ebenso wie in den anderen europäischen Ländern, eine starke Bewegung entstanden, seltene, gefährdete Haustierrassen zu erhalten, die zu einer Art Wiedergeburt der Esperia-Ponys geführt hat.
Der Sitz des Esperia-Pony-Zuchtverbandes befindet sich in Frosinone etwa 80 km südlich Roms.
Die Lebensbedingungen unter denen der Pony aufwächst, sind sehr hart. Die Pferde gehen in der Regel in kleinen Herden, Sommer wie Winter im unwegsamen Gelände der Berge, gewöhnlich unter der Führung einer erfahrenen Leitstute, die sie auf engen, tückischen Gebirgspfaden sicher zu neuen, ergiebigen Weidegründen führt.
Beschreibung
- Kopf:
klein, mit geradem Profil und kurzen Ohren - Exterieur:
-recht lange Hals, gut getragen
-muskulöse Schulter, steil gelagert
-Brust, tief und breit
-kräftige Rückenlinie
-Kruppe, etwas kurz, abschüssig, nicht sehr breit mit tiefem Schweifansatz
-Gliedmaßen, kurz, kräftig mit kräftigen Gelenken und Sehnen und kurzen, starken Röhrbeine
-Hufe, klein, schmal, sehr hart
-Langhaar, reichlich ausgebildet - Stockmaß:
zwischen 120 und 130 cm - Farbe:
variiert von einem Dunkelkastanienbraun bis Schwarz, wobei die Rappen deutlich überwiegen - Interieur:
ruhig, ausgeglichen, freundlich - Einsatz:
heute erfreut er sich steigender Beliebtheit als Kinderreitpferd, aber auch bei Erwachsenen im Freizeitreitsport, beim Ponytrekking sowie wegen seiner Ausdauer, Härte und Trittsicherheit für Distanzritte in schwierigem Gelände. Aufgrund seiner Stärke ist er ohne weiteres in der Lage, einen ausgewachsenen Reiter zu tragen.
