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Dole-Pferd

Geburtsland
Norwegen

Ursprünge der Rasse
Auch Ostlandspferd genannt, ist es eine der leichteren Kaltblutrassen Europas und steht fast auf der Grenze zum Warmblut.
Es ist wahrscheinlich, dass der skandinavische Norden in vorgeschichtlicher Zeit von einer gemeinsamen Klepperrasse bevölkert war, aus der sich einzelne Lokalrassen, zunächst aufgrund räumlicher Trennung und später unter dem Einfluß der Zuchtwahl durch den Menschen, herausbildeten. Es handelt sich bei dem heutigen Dole-Pferd um eine solche Lokalrasse.
Über einen langen Zeitraum war die Entwicklung der Rasse durch die günstigen natürlichen Verhältnisse der Gegend und vor allem durch das große Interesse der Bevölkerung an der Pferdezucht gefördert worden. Doch seit dem 17.Jahrhundert bis heute gefährdeten wiederholte Fremdbluteinkreuzungen, die längst nicht alle zur Verbesserung der Rasse beitrugen, ihren Bestand. Besonders von 1830 bis etwa 1890 wurde eine größere Anzahl von mehr oder weniger warmblütig gezogenen Hengsten verwendet. Die Skala reichte vom reinen Vollblut-Hengst über Fredericksborger, Mecklenburger, Anglo-Araber, Schwedisches Halbblut, Orlow Traber, Norfolk Roadster bis zum Standardbred. Gegen Ende des Jahrhunderts, kamen dazu Hackneykreuzungen. Alle diese Kreuzungen hinterließen jedoch kaum Verbesserungen, sondern drohten nur, den Typ des Dole-Pferdes bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören. Das förderte natürlich die Kritik der Züchter und vor allem der Tierärzte. Das Ergebnis war, dass man sich, endlich zur strikten Reinzucht entschloß.
Der norwegische Staat hat nie viel für seine Pferdezucht getan, sondern das meiste privater Initiative überlassen.
In der Vergangenheit wurde das Dole-Pferd wegen seines flotten Bewegungsablaufes auch für weite Überlandfahrten, als Zugpferd für die bespannte Gebirgsartillerie, und sogar unter dem Sattel genutzt.
Die heutige Dole-Zucht ist recht eng in ihrem Blutaufbau. Es gibt praktisch nur noch zwei Hengstlinien, wodurch eine recht starke Inzucht jedoch ohne negative Auswirkungen gegeben ist.  Nur staatlich prämiierte Hengste erhalten eine Deckerlaubnis. Die Gestütbuchführung ist staatlich organisiert.

Beschreibung

  • Kopf:
    nicht unedlen Kopf mit geradem Profil, breiter Stirn, freundlichen Augen und kurzen, etwas breit gestellten Ohren
  • Exterieur:
    -kräftige, muskulöse, gut aufgesetzte Hals, breit an der Basis und von mittlerer Länge
    -oft steile Schulter
    -breite und tiefe Brust
    -trotz gute Bemuskelung, etwas weiche Rücken
    -muskulöse, schräge, nicht besonders lange Kruppe
    -korrekte, kräftige und trockene Fundament mit gut ausgeprägten Sehnen und Gelenken
    -gut geformeten, meist recht großen Hufe
    -Fesselbehang mit reichlich ausgebildetes, welliges Langhaar und im Winter neben dem langen Winterhaar mit dichter Unterwolle auch ein auffallend starker Geisbart
  • Stockmaß:
    ca. 158 cm
  • Farbe:
    überwiegend Braune, Dunkelbraune und Rappen. Nicht selten sind Falben. Sehr selten finden sich Füchse oder Schimmel. Weiße Abzeichen sind ebenfalls selten und, wenn vorhanden, nur klein
  • Interieur:
    es handelt sich um ein ausgesprochen handliches, arbeitswilliges, frommes Pferd. Es besitzt ein energisches, eifriges Temperament, und eine hohe Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit.
  • Einsatz:
    früher wurde das Dole-Pferd für weite Überlandfahrten, als Zugpferd für die bespannte Gebirgsartillerie und sogar unter dem Sattel genutzt. Heute wird es im Freizeitsport, bei Wanderritten und als Fahrpferd eingesetzt.
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