DeutschEnglishFrenchSpanish

Hier geht es zum Pferdemarkt !

Comtois

Geburtsland
Frankreich

Ursprünge der Rasse
Die Rasse des Comtois soll ursprünglich auf germanische Pferde zurückgehen. Das Zuchtgebiet des Comtois ist im östlichen Frankreich angesiedelt. Seine Heimat ist die Franche-Comté an der Schweizer Grenze.
Bereits 1544 empfahl Kaiser Karl V., den damals recht viel leichteren Comtois als Veredler für die Pferdezucht in ganz Burgund und anderswo einzusetzen. Burgundische Pferde spielten auch eine Rolle bei der Entstehung der Haflinger-Rasse in Südtirol.
In den Armee Ludwigs XIV., waren die Burgundischen Pferde als Reit- und Artilleriepferde hoch geschätzt und stellten ein beträchtliches Kontingent. Während der Napoleonischen Kriege, von 1796 bis 1814, erlitt die Rasse einen schweren Aderlaß, der sie fast völlig vernichtete, da ihre gesamte Elite als Remonten ausgehoben worden war. Während der Restauration und später noch begann man mit verschiedenen Rassen, zunächst edlen, nach 1850 auch schweren, wie Percheron, Cob Normand, Bretone, Versuche, die Rasse wiederherzustellen.
Ab 1905 erfolgte die Umstellung des Zuchtziels mit Hilfe des Berg-Ardenners und führte zu ihrer Konsolidierung. 1919 wurde der Zuchtverband, das „Syndicat du Cheval Comtois" gegründet. 1925 wurde das Gestütbuch geschlossen. Seither erfolgt Reinzucht.
Wesentlich Anteil hatte die Rasse an der Entstehung des Schweizer Kaltblutpferdes, des Freibergers.

Beschreibung

  • Kopf:
    trocken, ausdrucksvoll, doch nicht besonders klein; lebhafte Augen; kurze Ohren
  • Exterieur:
    -eher kurze Hals
    -Schulter, kräftig bemuskelt
    -Brust, tief und breit
    -Rücken und Lende, kurz und breit
    -abschüssige, muskulöse Kruppe
    -kurze, korrekte, trockene, harte Beine mit wenig Behang
    -gesunde, wohlgeformte Hufen
  • Stockmaß:
    um 155 cm
  • Farbe:
    vorwiegend Füchse, einige Braune
  • Interieur:
    mit energischem, munterem Temperament und frommem, gutartigem Charakter.
  • Einsatz:
    heute stellt die Race Comtoise nächst der des Bretonen die zweitumfangreichste Kaltblutzucht Frankreichs dar. Der Comtois gilt als außerordentlich leistungsbereites, energisches, nimmermüdes Zugpferd und eignet sich vor allem für leichtere landwirtschaftliche Zugarbeiten in Ergänzung des Treckers. Aufgrund seiner Bergfreudigkeit, Trittsicherheit hat sich der Comtois bergige Weinbau- und Forstgebiete Frankreichs erobert. In den Wintersport- und Kurorten ist er als Schlittenpferd wegen seiner Gängigkeit sehr beliebt. Der Schwerpunkt der Zucht liegt jedoch heute, wie in allen Kaltblutzuchten Frankreichs, auf einer umfangreichen Schlachtfohlenproduktion.
0 Beiträge
Beitrag schreiben


Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz