Cleveland Bay
Ursprungsland
Grossbritannien
Ürsprünge der Rasse
Der Cleveland Bay stammt aus dem Nordosten der englischen Grafschaft Yorkshire.Er ist immerhin die älteste Warmblutrasse Englands. Die Rasse geht auf das "Chapman Horse" zurück, ein gutwilliges Arbeitspferd , das bereits im Mittelalter gezüchtet wurde. Durch Einkreuzungen von spanischen Pferden und Berbern entstand dann der Cleveland Bay. Er war ein echter "Allrounder"und kam mit jeder Aufgabe zurecht, ob als Reitpferd im Gelände bei der Jagd, ob als Wagenpferd oder ob bei Zugarbeiten in der Landwirtschaft.
Der Cleveland Bay und das ihm nahe verwandte Yorkshire Coach Horse als seine leichtere Version haben im 19.Jahrhundert eine äußerst bedeutsame Rolle bei der Entwickung der meisten deutschen und zahlreicher anderer europäischer Warmblutrassen gespielt.Die vielseitige Anpassungsfähigkeitund hohe Erbsicherheit der Rasse waren aus der ganzen Welt anerkannt. Der Cleveland Bay und das Yorkshire Coach Horse eigneten sich deshalb hervorragend zur Verbesserung anderer Warmblütiger Rassen. Es dürfte wohl kaum eine wichtigere Warmblutrasse auf der Welt geben, bei der sie nicht als "Gründerväter" zu irgendeiner Zeit bedeutenden Einfluß gehabt haben.
Mit dem Ausscheiden des Pferdes aus der landwirtschaftlichen Arbeit wäre der Cleveland Bay in den sechziger Jahren als Rasse fast untergegangen, wie in den Dreißigern schon vor ihm das Yorkshire Coach Horse.
Daß der Cleveland Bay überhaupt überlebt hat, jedenfalls bis heute, ist hauptsächlich der Unterstützung durch das britische Königshaus zu verdanken 1962 stellte die Queen der Zucht den Hengst, Mulgrave Supreme, zur Verfügung, der eigentlich nach Amerika verkauft werden sollte. Er wurde ein sehr erfolgreicher Vererber.
Cleveland Bays waren traditionell immer sehr populär in dem königlichen Marstall. Und die Zucht von Wagenpferden erfuhr einen gewissen Aufschwung in den sechziger/siebziger Jahren durch die von Prinz Philipp in internationalen Konkurrenzen gefahrenen reingezogenen und Halbblut-Cleveland-Gespanne aus der königlichen Zucht. Dennoch gehört die ehrwürdige Cleveland Bay-Rasse heute zu den stark vom Aussterben gefährdeten Hausstierrassen.
Beschreibung
- Kopf:
relativ groß, leicht konvexen Profil, bis heute noch gewisse Anklänge an seine berberischen und andalusischen Vorfahren; große und freundliche Augen; recht lange Ohren. - Exterieur:
-mächtig ausgebildelte und überdurschnittlich lange, hoch aufgesetzte Hals
-gut gewachsene, kraftvolle Schulter
-starke und lange Rücken
-kräftige, recht kurze, trockene Beine
-große, runde, dunkle, widerstandsfähige Hufe - Stockmaß:
162 bis 172 cm - Farbe:
klares, leuchtendes, gelegentlich auch ein dunkleres Braun. Schwarzbraune oder Rappen sind ebenso verpönt wie Füchse oder Schimmel. - Interieur:
arbeitswillig, energisch - Einsatz:
außer im turniermäßigen Fahrsport sieht man gelegentlich mit dem Vollblüter gekreuzte Cleveland Bays im Springsport, in der Military, im Jagdfeld, aber auch als Freizeitpferde.
