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Bretone

Geburtsland
Frankreich

Ursprünge der Rasse
Ursprünglich waren in der Bretagne, zwei bodenständige Rassen heimisch. Die eine war ein schwerer, kaltblutartiger Schlag, der noch bis in die Zeit der Napoleonischen Kriege wegen der schlechten Straßenverhältnisse hauptsächlich als Saumpferd für schwere Traglasten diente. Daneben gab es einen leichten nur etwa 140 cm Stockmaß Pony, einen Passgänger, der vornehmlich als Reitpferd und wegen seiner bequemen Bewegungen als Reisepferd diente. Im Spätmittelalter unterschied man dann weiterhin den schweren Lasttyp und einen kleinen, auf den Pony zurückgehenden leichten Reitpferdetyp, „Roussin“ genannt, der als Kavallerie- und Reisepferd Verwendung fand.Im Laufe des 18. Jahrhunderts kam es zunächst zur Einkreuzung von deutschen und dänischen Pferden und im 19.Jahrhundert dann von Normännen in beide Rassen. Im Verlaufe des 19.Jahrhunderts kam es dann mit der Intensivierung der Landwirtschaft zur Einkreuzung von Boulonnais-,Percheron- und Ardenner-Blut in beide Rassen. So entstand der Trait Breton.Den Durchbruch zum Postier Breton brachte es die Kreuzung des mittlerweile ebenfalls Kaltblutzüge tragenden leichteren Heideschlages mit dem Norfolk Trotter ab der Mitte des 19.Jahrhunderts. Heute kann man drei Typen in der Bretonischen Kaltblutzucht unterscheiden:
-der Trait Breton ist der meistverbreitete Typ
-der Berg-Bretone ist das ursprüngliche Pferd der bretonischen Berge. Er ähnelt in Typ und Exterieur heute weitgehend dem Trait Breton, nur ist er etwas kleiner und leichter
-der Postier Breton ist der leichteste der drei Typen. Er stammt aus dem Inneren der Bretagne und steht auf der Grenze zwischen Kalt- und Warmblut.

Beschreibung

  • Kopf:
    der Trait Breton hat einen relativ schweren Kopf mit wenig Adel und kleinen Augen. Sein Profil ist gerade, gelegentlich sieht man einen ramskopf.. Der Kopf der Postier Breton zeigt einen gewissen Adel.
  • Exterieur:
    -der Trait Breton hat einen ziemlich kurzen, dicken, breiten Hals. Seine Schulter sind steil und gepackt und die Brust tief und weit. Der Rücken ist kurz, breit, bemuskelt. Die Kruppe ist breit. Die kurzen, starken Gliedmaßen weisen sehr gute Bemuskelung. Die Hufe sind groß, rund und etwas flach
    -der Berg-Bretone ist eine Miniaturausgabe des Trait Breton
    -der Postier Breton ist edler und leichter als die beiden anderen Typen.
  • Stockmaß:
    zwischen 150 und 162 cm
  • Farbe:
    Füchse, Schimmel, Rotschimmel und Rappen
  • Interieur:
    sie gelten als besonders ruhig, kräftig und gutmütig
  • Einsatz:
    der Trait Breton und auch der Berg-Bretone werden heute fast ausschließlich als Schlacht-Pferde gezüchtet. Dagegen hat man den Postier teilweise mit Hilfe von Anglo-Arabischem und Anglo-Normänner-Blut zu einem vielseitig verwendbaren, marktgängigen Reitpferd im Selle Francais-Typ umgezüchtet. Sie ist inzwischen im Selle Francais aufgegangen.
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