Belorussisches Lastpferd
Geburtsland
Europäisches Russland
Ursprünge der Rasse
Das Belorussische Lastpferd ist ein mittelgroßes, mittelschweres Kaltblutpferd. Es is eine Schöpfung aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und entstand damals in der Folge der Intensivierung der Landwirtschaft und ihrem Bedarf für ein stärkeres, schwereres Zugpferd, auf der Grundlage des autochthonen weißrussischen Waldkleppertyps, der seinen Ursprung im Waldtarpan hatte. Nachdem man zuvor mit Norfolk Trottern und Arabern gekreuzt hatte, was zu unbefriedigenden Ergebnissen führte, folgten, dann Kreuzungen mit Belgiern des Ardenner- und Brabanter-Typs, Bretonen und norwegischen Gudbrandsdalern. Von ihnen hatten die Norweger des Dole-Typs bei weitem den stärksten und positivsten Einfluß. Ab 1926 importierte man noch Schweden-Ardenner und am Ende den 30er Jahren entschloß man sich zur Reinzucht.
Das Zuchtgebiet des Belorussen liegt im Nordwest- und dem Zentralgebiet der Weißrussischen Republik. Die Hauptzuchtzentren sind die Gestüte Zarachye und Pobeda, in denen Reinzucht betrieben wird.
Beschreibung
- Kopf:
Nicht groß, recht edel mit breiter Stirn und lebhaften Augen. - Exterieur:
-Hals, muskulös, von mäßiger Länge
-Brust, breit und tief
-Widerrist, lang, flach und oft etwas eingesattelt
-Kruppe, breit, schön gerundet und wohlbemuskelt, abschüssig, mit tiefem Schweifansatz
-Fundament, korrekt und stabil, mit kurzen Röhren, gut ausgeprägten Gelenken, und ausgeszeichneten Hufen
-Behang, kaum vorhanden aber üppige Mähne und Schweif. - Stockmaß:
Zwischen 150 und 153 cm - Farbe:
Vorherrschende Farben sind Falb, Braun, Hellbraun und Fuchs. - Interieur:
Das Pferd gilt als absolut ehrlich, genügsam und zugfest. - Einsatz:
Das widerstandsfähige Zugpferd eignet sich für alle Arten von Spanndiensten in der Land- und Forstwirtschaft, auch auf sumpfigem Boden oder in tiefem Sand. Außer für die Arbeit im Geschirr erfolgt auch eine Nutzung für die Milch- und Fleischproduktion.
