Belgisches Warmblut
Geburtsland
Belgien
Ursprünge der Rasse
Zu der treibenden Kraft für die Entstehung einer Belgischen Warmblutzucht wurde der katholische Hilfspfarrer André de Mey, eine Art ländlicher Kavallerie aufzubauen begann. Im Jahre 1937 gründete er in seiner Pfarrgemeinde in Nordwest-Flandern den ersten ländlichen Reitverein. Zunächst wurden seine Initiativen allerdings sehr behindert durch die Tatsache, daß es in Belgien praktisch kaum Reitpferde und auch keine warmblütige Pferdezucht gab.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man in Belgien systematisch, Sportpferde zu importieren, um eine eigene Zucht aufzubauen. Das Belgische Warmblut ist eine noch recht junge Pferderasse, die erst in den letzten 50 Jahren entstanden ist.
Im Jahr 1955 wurde der belgische Zuchtverband (NFWP), gegründet. Beim Aufbau der Zucht hatte man vor allem den Springsport im Blick. Gelderländer aus Holland, Normänner aus Frankreich und Hannoveraner aus Deutschland bildeten die Basis der Zucht. Die wichtigste deutsche Stammhengste der Rasse sind der Hannoveraner Lugano van la Roche und der Holsteiner Codex.
Schon früh, seit Beginn der 1970er Jahre, prüften die Belgier ihre junghengste im Freispringen.
Das Zentrum der Zucht befindet sich im belgischen Zangersheide, aber viele Bauern züchten ebenfalls Belgische Warmblüter.
Beschreibung
- Kopf:
sehr elegant und schön - Exterieur:
der relativ kurze Hals ist muskulös. Der Widerrist ist nicht allzu ausgeprägt, das gesamte Gebäude strahlt eher Kraft aus als Schnelligkeit. Diesen Eindruck wird noch unterstrichen durch die nicht übermäßig langen,kräftigen Beine und die muskulösen Schultern und Unterschenkel. - Stockmaß:
ca. 165 cm - Farbe:
alle Farben - Interieur:
ruhig und gelassen - Einsatz:
da das Hauptaugenmerk der Zucht auf dem Springsport liegt, wurden andere Disziplinen darüber ein wenig vernachlässigt. So sagt man Belgischen Warmblütern teilweise Probleme mit der Rittigkeit nach, weshalb man sie seltener im hohen Dressursport findet. Für die Vielseitigkeit sind sie im allgemeinen zu schwer.
