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Aserbaidschaner

Geburtsland
Europäisches Russland

Ursprünge der Rasse
Diese Rasse ist viele Jahrhunderte alt. Sie wurde mehrfach beeinflusst durch Persische und Turkmenische Pferde. Aber von der alten Rasse sind jedoch kaum Reste erhalten geblieben. An ihre Stelle ist in jüngster Zeit die neue Aserbaidschaner Delibos-Rasse getreten.
Der alte Aserbaidschaner war außerhalb des Landes so gut wie unbekannt. Doch dann begann sich Ende der dreißiger, Anfang der vierziger Jahre die Wissenschaft für die Bodenständige Zucht zu interessieren. Man wählte nach einem besonders Hengst  mit Namen Delibos bezeichneten Typ als Leitbild für das Zuchtziel aus. Dieser wurde mit Arabern und Karabagh veredelt und verbessert und breitete sich bald über ganz West-Aserbaidschan aus, wobei er den alten Typ verdrängte. 1943 wurde eine staatliche Zuchtkooperativ gegründet, mit dem Ziel, die gesamte Pferdezucht Aserbaidschans zu reformieren. Seit 1950 verwendete man für die Veredlung ausschließlich Araber-und vor allem Tersker-Hengste. Die Karabagh-Rasse wurde separat weitergezüchtet.
Das Zuchtgebiet des modernen Aserbaidschaners, des Delibos, liegt in den Gebieten von Kasak, Akstafa, und Tauz in Aserbaidschan sowie den angrenzenden Gebieten von Armenien und Georgien.
Heute ist die Elite der Zucht ausschließlich durch Nachkommen der Tersker-Hengste Tselostat und Pygmalion repräsentiert. Die besten rassetypischen Delibos-Stuten stehen im Gestüt Dashpus.

Beschreibung

  • Kopf:
    edel und trocken, mit breiter Stirn, oft einem typischen "Araberknick", großen, lebhaften Augen, kurzen, beweglichen Ohren und einer feinen Nüstern-Maul-Partie.
  • Exterieur:
    -schön aufgesetzte und getragene Hals
    -wohlproportionierte, oft etwas gerade, Kruppe mit hoch angesetztem und getragenem Schweif
    -trockene und harte Extremitäten
    -gut geformte und harte Hufe
  • Stockmaß:
    146 bis 152 cm
  • Farbe:
    farblich überwiegen Schimmel. Daneben kommen auch Braune in größerer Zahl vor.
  • Interieur:
    er hat leider einen etwas schwierigen Charakter und ein leicht erregbares, heißes Temperament.
  • Einsatz:
    eine Nutzung erfolgt im allgemeinen unter dem Sattel auch bei den nationalen Reiterspielen sowie als Säumer, teils auch im leichten Zug.Die Mehrzahl der Pferde dieser Rasse besitzt eine angeborene Töltanlage, wodurch sie auch auf weiten Ritten sehr bequem zu sitzen ist. Die Rasse besitzt eine angeborene, natürliche Leistungfähigkeit und legt spielend 45-55 Kilometer zurück.
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