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Ardenner

Geburtsland
Der Ardenner ist gewissermaßen eine "Drei-Länder-Rasse", beheimatet in den französischen, belgischen und luxemburgischen Ardennen. Seine Urheimat war wohl das Condroz-Plateau, eine Fortsetzung des Rheinischen Schiefergebirges mit Mittelgebirgscharakter im Belgisch-luxemburgischen Grenzgebiet.

Ürsprünge der Rasse
Es gilt als eine der ältesten Kaltblutrassen Europas. Bereits seit über 2000 Jahren wird der Ardenner als starkes Zugpferd gezüchtet, wahrscheinlich geht die Rasse direkt auf die in prähistorischer Zeit in Frankreich und Belgien lebenden Pferde zurück.
Im Mittelalter lieferten die Ardennen zusammen mit Brabant und Flandern ein schweres Kriegsroß, das den gepanzerten Ritter und seine eigene Rüstung tragen konnte und trotzdem noch beweglich war. Im Frühmittelalter, erwarben die Mönche des in den Ardennen gelegenen Klosterns Saint Hubert aus der Kriegsbeute einige orientalische und spanische Hengste, die sich in den Heimischen Landschlag einkreuzten. Weitere orientalische Einkreuzungen erfolgten während der Kreuzzüge. Und unter Napoleon I. führte man dem Ardenner noch orientalisches Blut zu, um die Rasse besser auf militärische Verwendung auszurichten. Napoleon lobte die Ardenner Pferde als unermüdlich und unverwüstlich selbst in dem eisigen russischen Winter. Sie hätten als einzige den Winterfeldzug 1812 in Rußland unbeschadet überstanden und seinen Train-Reisewagen von der Beresina nach Frankreich zurückgebracht.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts kam es mit der Intensivierung der Landwirtschaft zu einem Umzüchtungsprozeß in Richtung auf ein stärkeres, schwereres Kaliber.
Heute wird der kompakt und tief gebaute Kaltblüter häufig bei der Zucht anderer Kaltblutrassen eingesetzt.

Beschreibung

  • Kopf:
    mit niedriger, flacher Stirn, leicht vorstehende Augen.
  • Exterieur:
    -gut aufgesetzte, muskulöse Hals
    -mächtige Schulter
    -gut ausgebildete Widerrist
    -kurze, kräftige Rücken
    -breite, muskulöse Kruppe
    -starke Gliedmaßen mit guter Behaarung.
  • Stockmaß:
    maximal 160 cm
  • Farbe:
    überwiegend Braune und Füchse
  • Interieur:
    ein gutartiges und folgsames Pferd von ruhigem Temperament.
  • Einsatz:
    früher war er ein beliebtes Arbeitspferd in der Land- und Fortwirtschaft, bei Post und Bahn, in der Industrie und bei der bespannten Artillerie. Gelegentlich dient der gutmütige, gelehrige, anspruchslose Kaltblüter auch heute noch seiner ursprünglichen Bestimmung, so auf größeren Höfen als tierische Zugkraft für kleinere Nebenarbeiten, für die ein Traktoreinsatz unrentabel wäre.
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