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Betrugsversuche beim Pferdeverkauf

Wir warnen hiermit sämtliche Anbieter von Pferden vor betrügerischen Aktivitäten anläßlich des Pferdeverkaufs durch die sogenannte "Nigera-Connection".

In jüngster Zeit häufen sich verdächtige bzw. betrügerische Aktivitäten anläßlich des Verkaufes von Pferden, die über einschlägige Internetplattformen angeboten werden. Nachdem es bereits zu mehreren Fällen kam, in denen Anbieter ihr Pferd und gleichzeitig auch eine erhebliche Geldsumme verloren haben, sollten möglichst zahlreiche Pferdehalter diese Warnhinweise lesen und beherzigen.

Alle Anbieter von Verkaufspferden möchten wir hierdurch warnen, indem wir das bisherige Vorgehen der angeblichen Kaufinteressenten näher darstellen, um so ihr Sicherheitsbewusstsein - im Interesse des Tieres wie auch im eigenen Interesse - zu schärfen.

Die Vorgehensweise der angeblichen Interessenten ist stets die gleiche. Es werden die gängigen Onlinebörsen systematisch abgegrast und die Verkäufer von Pferden aller Art von angeblich aus England stammenden Personen angeschrieben. Diese geben starkes Interesse an dem zu verkaufenden Pferd vor und wollen es angeblich nach England importieren.

Die Zahlung des Kaufpreises wird dabei regelmäßig per Auslandsscheck erfolgen. Bedenken Sie hierbei bitte, dass Auslandsschecks eine Rückbuchungszeit von mehreren Wochen haben können, innerhalb derer die bezogene Bank den Scheck einem Konto rückbelasten kann.

Wir raten daher aus Sicherheitsgründen derzeit sämtlichen Pferdeanbietern dazu, ausschließlich Bargeldzahlungen oder aber nicht rückbuchbare, vor Abholung Ihres Tieres zu leistende (und eingehende) Überweisungen zu akzeptieren, um diesem Risiko wirksam zu begegnen.

Doch die angeblichen Kaufinteressenten gehen noch weiter :

Dem arglosen Verkäufer wird gesagt, dass der Scheck etwas höher ausgestellt werde, da der Käufer bei der mit der Abholung und dem Transport nach England beauftragten Spedition noch Schulden habe. Der Scheckempfänger wird gebeten, dem Spediteur einen oft erheblichen Bargeldbetrag auszuhändigen.

Geht ein Verkäufer hierauf ein, läuft er hohe Gefahr, sowohl sein Pferd als auch das von ihm der Spedition ausgehändigte Bargeld unwiederbringlich zu verlieren. Tatsächlich wurden die Schecks dem Empfängerkonto Wochen, nachdem Pferd und Geld übergeben wurden, mangels Deckung des Kontos des Scheckausstellers vollständig zurückgebucht und damit dem Empfänger wieder entzogen.

Eine tatsächliche Handhabe zur Rückführung des Pferdes wie auch zur Rückerlangung des Geldes, das man an die Spedition gezahlt hat, scheint nicht gegeben zu sein, abgesehen von immensen Rechtsverfolgungskosten, die entstünden, und wohl auch falschen Adressen, die der oder die Ankäufer angeben.

Angeblich sollen die Tiere auch nach der Ankunft in England schlicht entsorgt bzw. einfach weiterverkauft werden.

Insbesondere bei Ankaufinteressenten aus dem Ausland sollte daher äußerste Vorsicht walten und ein gesundes Mißtrauen an den Tag gelegt werden, um erhebliche Nachteile für Mensch und Tier zu vermeiden.

Ihr Team von horse2buy